Hautarztpraxis jetzt in der Stadtrodaer Innenstadt

Stadtroda  Künftig sind in Stadtroda dank eines OP-Saales und Patientenschleusen auch ambulante Operationen möglich.

Hautärztin Christina Rödiger untersucht in den neuen Praxisräumen in Stadtroda mit einem Auflichtmikroskopiegerät, das mit einem Handy verbunden ist, die Haut einer Patientin. Die Aufnahmen werden sofort in eine Datenbank eingespeist.

Hautärztin Christina Rödiger untersucht in den neuen Praxisräumen in Stadtroda mit einem Auflichtmikroskopiegerät, das mit einem Handy verbunden ist, die Haut einer Patientin. Die Aufnahmen werden sofort in eine Datenbank eingespeist.

Foto: Frank Kalla

Hautärztin Christiane Rödiger hatte in ihrem neuen Domizil in der Herrenstraße 4a noch nicht richtig Platz genommen, da standen schon die ersten Patienten im Wartezimmer. Ein Mann hatte Hautverletzungen an einer Hand, nachdem er mit dem Rad gegen einen Zaun gefahren war, andere Patienten waren gekommen, um Vorsorge-Termine zu vereinbaren.

„In den neuen Räumen haben wir beste Voraussetzungen, uns um das Wohl der Patienten zu kümmern“, erklärte Rödiger. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Doreen Rhein wird sie künftig Montag und Dienstag sowie Donnerstag und Freitag in der Stadtrodaer Filiale vor Ort sein, die zur großen Gemeinschaftspraxis von Zollmann, Roth, Veltman, Brys im Postcarré in Jena gehört.

Während Christiane Rödiger den Bereich der klassischen Dermatologie betreut, wird Doreen Rhein vor allem kleinere ambulante Operationen durchführen. So zum Beispiel Krampfader-Behandlungen oder die Entfernung von Warzen und Altersflecken. Möglich ist dies, weil in den neuen Praxisräumen ein kleiner OP-Saal nebst den dazu gehörenden Schleusen für Patienten und Ärzte eingerichtet wurden. „Kleinere Operationen waren am alten Standort im Goetheweg nicht möglich“, erklärte Rödiger, die seit 2012 in Stadtroda tätig ist, aber in Mutterzeit ging und erst jetzt erst wieder voll einsteigt. Aufgegeben habe man den alten Standort, der nur partiell besetzt war, aber aus mehreren Gründen. So sei Dermatologin Rita Boye in den Ruhestand gegangen und habe man bereits seit längerem nach neuen Räumlichkeiten in Stadtroda gesucht.

„Das war ziemlich kompliziert. Erst mit Liana und Carsten Weise haben wir eine tragfähige Lösung in der Herrenstraße 4a gefunden.“ So erwarb das Ehepaar die ehemalige Ahnertsche Schmiede in der Herrenstraße und baute das Objekt für einen fünfstelligen Betrag zu einem Wohn- und Geschäftshaus um. „Unsere Vorstellungen, wie die neuen Praxisräume auszusehen haben, konnten dabei weitgehend berücksichtigt werden“, erklärte die Hautärztin, die sich insbesondere darüber freute, dass die neuen Räume barrierefrei sind. Damit sei man auch für Menschen, die auf Gehhilfen angewiesen seien, erreichbar.

Carsten Weise sieht durch den Umzug der Praxis in die Herrenstraße die Attraktivität der Stadtrodaer Innenstadt gestärkt. „Dank einer guten Zusammenarbeit konnten wir auch sicherstellen, dass die Hautarztpraxis in Stadtroda mit den neuen Räumlichkeiten eine sichere Perspektive gefunden hat.“

Längst ist Stadtroda zu einem etablierten Zentrum geworden, wenn es um die medizinische Versorgung geht. Bei der Kassenärztlichen Vereinigung sind am Standort insgesamt 20 praktizierende Ärzte aufgelistet, darunter Allgemeinmediziner, Fachärzte für Innere Medizin, Augenärzte, Psychologische Psychotherapeuten, Frauenärzte, Hautärzte, Orthopäden, Chirurgen, Fachärzte für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Schmerztherapie. Mit dem Asklepios-Fachklinikum Stadtroda verfügt die Stadt zudem über ein Kompetenzzentrum auf den Gebieten Psychiatrie, Gerontopsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatische Medizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie.