50 Katzen sowie 40 Baby-Katzen: Tierheim Eisenberg restlos gefüllt

Die Sonne genießen und dabei die Freigänger-Katzen im Tierheim Eisenberg beobachten und ab und zu auch einmal streicheln, dies konnten gestern Pauline, Sahra und Janette Holstein aus Hermsdorf zum Tag der offenen Tür.

Anne-Sophie (links) und Heidi Kicinski aus Gniebsdorf freuen sich über Hündin "Lilly".
Foto: Frank Kalla

Anne-Sophie (links) und Heidi Kicinski aus Gniebsdorf freuen sich über Hündin "Lilly". Foto: Frank Kalla

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Eisenberg. Die Kehrseite der Medaille: Mit 50 Katzen sowie 40 so genannten Baby-Katzen ist das Tierheim derzeit restlos gefüllt. "Wir können keine Katzen mehr aufnehmen", erklärte Peter Rothe, Vorsitzender des Tierschutzvereins Saale-Holzland-Kreis. "Erst am Sonnabend sind uns aus dem Raum Camburg wieder drei Baby-Katzen gebracht worden, vermutlich, weil deren Mutter von einem Auto überfahren worden war", erzählte er.

Umso mehr freute sich Rothe deshalb über jeden Besuch, bei dem das Interesse vordergründig einer Katze galt.

Aus Interesse nach Eisenberg gekommen war auch Katrin Hähnel aus Hermsdorf. "Ich wollte mir mit den Kindern einfach mal das Katzenhaus und die vierpfotigen Gäste ansehen", verwies sie auf die Vielzahl kleiner Baby-Katzen, die in dem Raum herumtollten. Ob sie eine Katze mit nach Haus nehmen wolle? "Wir haben schon eine einjährige Katze, ich weiß nicht, ob sich zwei miteinander vertragen würden", sinnierte die Hermsdorferin. Andererseits fand sie den Gedanken schön, dass zwei Katzen sicherlich mehr Abwechslung hätten.

Unmittelbar nach ihrer Einlieferung vor wenigen Tagen die Herzen aller erobert hatte sich Mischlingshündin "Lilly". Das knapp ein Jahr alte Tier ließ sich von Anne-Sophie und Heidi Kicinski aus Gniebsdorf umgehend auf den Arm nehmen. "Für die kleine Hündin haben wir aber schon neue Besitzer gefunden", erklärte Rothe. Weil man die Hündin angeleint im Schortental entdeckte, erstattete der Verein eine Anzeige beim ­zuständigen Veterinärüber­wachungsamt. "Ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz wird immer zur Anzeige gebracht, dem Halter drohen strafrecht­liche Konsequenzen, wenn er ausfindig gemacht wird."

Damit es im Tierheim künftig mehr Platz für Neuankömmlinge gibt, ist der Verein bereits mit dem Ausbau des Kleintiergeheges beschäftigt. "Je nach Zeit werden wir das etwa 50 Quadratmeter große Gehege komplett überdachen", erklärte Rothe. Bitumen-Schweißbahnen, Balken und anderes Material sei bereits eingelagert. "Nun müssen nur noch Mitglieder freie Zeit finden."