Alle packen mit an

Die Mertendorfer nehmen die Gestaltung ihres Ortes oft selbst in die Hand. Am Sonnabend steht Bäumeschneiden an.

Die Mertendorfer Donnerstagsfrauen bei der Weihnachtsbastelei. Foto: Frank Treffer

Die Mertendorfer Donnerstagsfrauen bei der Weihnachtsbastelei. Foto: Frank Treffer

Foto: zgt

Mertendorf. In Mertendorf wird vieles aus eigener Kraft erledigt. "Wenn was zu tun ist, packen alle mit an", sagt Bürgermeister Erhard Treffer (parteilos).

So werde gemeinsam an der Gestaltung des Ortsbildes gearbeitet. Wichtig seien im Gemeinschaftsleben die Maibaumgesellschaft Mertendorf e.V. und die Heimatfreunde Mertendorf e.V. Viele Ideen wurden auch in der Interessengemeinschaft 760"Jahre Mertendorf, die im vergangenen Jahr das Jubiläum gestaltete, gebündelt.

Doch mit der großen Feierlichkeit waren die Energien der Mertendorfer nicht erschöpft. Sie sind weiter für ihren Ort aktiv. So steht am Sonnabend wieder das Bäumeschneiden an. Und für das nächste Jahr haben sich die Mertendorfer ein großes Projekt vorgenommen. "Wir wollen das Kriegerdenkmal sanieren", sagt Treffer.

Eine andere Herausforderung sei das ehemalige Gut. Das große Gebäude, dass die Gemeine Ende vergangenen Jahres erworben hat, ist einsturzgefährdet. "Wir haben einen Antrag auf Revitalisierung gestellt", so der Bürgermeister. Das Gut soll abgerissen werden, das Areal könnte dann als Erweiterung des Festplatzes oder Bauland dienen. "Wir prüfen die Optionen derzeit", sagt Treffer. Dabei spiele es eine entscheidende Rolle, ob Fördermittel bewilligt werden. Zudem sei auch die Hoffnung noch nicht ganz gestorben, einen Investor zu finden, der das historische Gut wiederherstellt.

Und noch ein wichtiges Projekt steht den Mertendorfern 2014 ins Haus: der Bau der zentralen Kläranlage. "Das ist ein echter Fortschritt für unsere Gemeinde", betont der Bürger­meister. Diese Variante sei für die Einwohner wesentlich besser als individuelle Lösungen.

Einen Wermutstropfen findet Treffer in Mertendorf auch: "Wir haben kein Dorfgemeinschaftshaus." Die Verwirklichung dieser Idee sei daran gescheitert, dass Fördermittel nicht genehmigt wurden. "Und alleine können wir das nicht stemmen." In seiner noch bis 2016 laufenden Amtszeit wolle er noch eine Unterkunft für die Vereine schaffen, so der Bürgermeister.

Sie könnte beispielsweise von den Mertendorfer Donnerstagsfrauen genutzt werden. Jede Woche kommen 18.15 Uhr im Raum der Heimatfreunde neun bis zehn Frauen zusammen, die sich noch über Verstärkung freuen würden. "Sie haben gerade jetzt alle Hände voll zu tun", so Treffer. Denn traditionell basteln sie Dekomaterial für den Weihnachtsmarkt.

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