Hartmannsdorf. Hartmannsdorf gedenkt der 33 Menschen die beim Todesmarsch ums Leben kamen. Häftlingszug kam am 12. April 1945 im Ort an. Pfarrer Ulrich Katzmann hält am Friedhof christliche Andacht.

Über 4500 Häftlinge wurden vom Konzentrationslager Buchenwald in den letzten Kriegstagen auf so genannte Todesmärsche geschickt. Ihren Peinigern gnadenlos ausgeliefert, ohne Wasser und Brot, wurden die Häftlinge durch Land und Flur getrieben. Nicht Rettung sei das Ziel der Nazis gewesen, sondern Vernichtung. „Mit diesen Märschen zeigte das NS-Regime noch kurz vor seinem Untergang seine Unmenschlichkeit und wollte Spuren verwischen“, so Pfarrer ­Ulrich Katzmann. Am 12. April war der Häftlingszug in Hartmannsdorf angekommen, der sich kurz darauf in der Region auflöste. „33 Menschen haben das Martyrium nicht überlebt. Die, die überlebt haben, waren ein Leben lang traumatisiert. Was ist eigentlich aus den Wächtern geworden. Fragen über Fragen, auf die Antworten gesucht werden“, so Ulrich Katzmann.