Berthold Steffen wird erster Ehrenbürgermeister von Triptis

Triptis  Für 28 Jahre engagierte Arbeit wird der langjährige Bürgermeister geehrt.

Berthold Steffen (Mitte), ehemaliges und langjähriges Stadtoberhaupt von Triptis, zeigt die Urkunde, mit der ihm der Titel des Ehrenbürgermeisters verliehen wurde. Überreicht hat sie ihm sein Nachfolger Peter Orosz. Die Laudatio hielt die einstige, langjährige 1. Beigeordnete Christine Weber.

Berthold Steffen (Mitte), ehemaliges und langjähriges Stadtoberhaupt von Triptis, zeigt die Urkunde, mit der ihm der Titel des Ehrenbürgermeisters verliehen wurde. Überreicht hat sie ihm sein Nachfolger Peter Orosz. Die Laudatio hielt die einstige, langjährige 1. Beigeordnete Christine Weber.

Foto: Sandra Hoffmann

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Ein bisschen gerührt sei er jetzt schon, sagte Berthold Steffen, als er am Montagabend im Rathaussaal der Stadt Triptis noch einmal an der Stirnseite des Sitzungstisches stand, von der aus er gut 20 Jahre die Stadtratssitzungen geleitet hatte. Jetzt stand er jedoch nicht als Bürgermeister hier, sondern als Geehrter, denn einstimmig hat der Stadtrat beschlossen, ihn zum Ehrenbürgermeister zu ernennen. Berthold Steffen ist damit der erste Ehrenbürgermeister der Stadt Triptis.

„Es gab in den vergangenen Wochen viele Danksagungen an den langjährigen Bürgermeister Berthold Steffen. Als Stadtrat haben wir auch deshalb den Beschluss gefasst, ihn zum Ehrenbürgermeister zu ernennen“, begründete der neu gewählte Bürgermeister Peter Orosz (Feuerwehrverein) die Entscheidung.

„Deinem Verhandlungsgeschick, Deinen Visionen und Deinem persönlichen Engagement als Bürgermeister ist es zu verdanken, dass sich unsere Stadt Triptis so erfolgreich entwickelt hat“, würdigte Christine Weber, die über viele Jahre als 1. Beigeordnete mit ihm zusammenarbeitete, die Leistungen von Berthold Steffen. Dabei seien die 28 Jahre seiner Amtszeit als Bürgermeister und insbesondere die Jahre kurz nach der politischen Wende von vielfältigen Veränderungen, Umgestaltungen und Neuerungen geprägt gewesen, aber ebenso von seinem Mut, diese neue Zeit mitzugestalten. „Täglich mussten Entscheidungen getroffen werden – viel Zeit zum Abwägen und Fragen stellen blieb oft nicht“, erinnerte sie. Dennoch habe sich der bis zu seinem Amtsantritt als Bürgermeister als Agraringenieur tätige Berthold Steffen schnell in die politischen Aufgaben eingearbeitet. An seiner Seite habe er stets gute Mitarbeiter in der Verwaltung, vor allem in der Finanzverwaltung unter Leitung von Klaus Köhler sowie die Stadtratsmitglieder gewusst.

Zu den herausragenden Projekten gehören das Anfang der 1990er-Jahre erste entstandene Gewerbegebiet in Triptis-Ost mit mehr als 100 Arbeitsplätzen, das neu errichtete Rathaus, das modernisierte Freibad, die sanierte Stadtkirche, der umgestaltete Marktplatz, Stadtpark und Stadtteich, die Dorferneuerung im Stadtteil Oberpöllnitz und der Neubau des Feuerwehrgerätehauses. Des Weiteren wurden Wohnhäuser in Zusammenarbeit mit der Grundstücks- und Wohnungsgesellschaft Pößneck/Triptis mbH modernisiert, Straßen saniert und dabei Energie-, Wasser-, Abwasser- und Telefonleitungen neu verlegt, die Sportstätten weiterentwickelt und das Wohnbaugebiet Am Aumaischen Berg geschaffen. Und nicht zuletzt gab es freundschaftliche Begegnungen mit den Menschen der Partnerstädte Blovice (Tschechien), Quessy (Frankreich) und Zell an der Mosel.

Für all diese Maßnahmen sind die meisten Entscheidungen im Stadtrat einstimmig bestätigt worden und vieles sei zudem durch den Einsatz von Fördermitteln möglich geworden, wies Christine Weber hin.

„Ich war immer nur ein Teil“, versuchte Berthold Steffen zu relativieren. „Die Vorhaben wurden fast immer von allen Stadträten mitgetragen. Entscheidend war, dass eine gute Verwaltungsarbeit geleistet und die neuen gesetzlichen Bestimmungen beachtet wurden“, sagte er. Vielleicht hätte noch mehr geschafft werden können, aber die finanziellen Mittel der Stadt seien begrenzt.

„Einen großen Anteil haben auch meine Familienmitglieder, die oftmals hinten anstanden. Ich bin dankbar, dass sie das mitgemacht haben“, fand Berthold Steffen ganz persönliche Worte. Nachfolger Peter Orosz dankte Berthold Steffen für dessen Arbeit und dafür, dass er ihm den Übergang in sein neues Amt so leicht gemacht habe. Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung habe sofort funktioniert.

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