Besinnlichen Stunden, aber auch Ärger: Manche Lichter blieben in Jena länger aus als geplant

Jena  Earth Hour und Tag des Astronomie sorgten am Sonnabend für Stimmung. Die war nicht ganz so gut im Ortsteil Cospeda.

Earth Hour auf dem Holzmarkt Foto: Peter Jelinek

Earth Hour auf dem Holzmarkt Foto: Peter Jelinek

Foto: zgt

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Auch in Jena erloschen am Sonnabend um 20.30 Uhr für eine Stunde lang die Lichter zahlreicher Gebäude und Wahrzeichen. Ein symbolisches Zeichen für den Erhalt der Artenvielfalt auf der Erde.

In Jena sorgte vor allem die WWF-Jugend Thüringen schon eine Stunde früher mit einer Feuershow auf dem Holzmarkt für Aufmerksamkeit. Unter musikalischer Begleitung des Streichquartetts der Stadtrodaer Musikschule erhellten Johannes und Fleur vom Flammenzirkus mit wirbelnden Fackeln die Nacht. Die Zuschauer, die sich mit Laternen und Lampions ausgestattet am Holzmarkt versammelt hatten, zogen im Anschluss durch die Jenaer Innenstadt.

Das Theaterhaus stellte das Ziel des Umzugs dar. Dort strahlte die Bühne auf dem Vorplatz bereits im Kerzenschein. Um 20.30 Uhr erloschen alle Lichter auf dem Theatervorplatz, und das Streichquartett leitete die Stunde der Erde ein. Darauf folgten Gitarrenklänge und Gesang vom Akustik-Duo Annegret und Tobias. Während das Publikum Wunderkerzen schwenkte, verzauberten das Duo mit „I see Fire“. Anschließend wurde es besinnlich, als ein Teil des Studentenchores der Universität Lieder zum Thema Natur anstimmte. Den Abschluss bildete die Pößnecker Band AntiToXin, die ganz ohne Strom für Stimmung sorgte.

Nicht ganz so gut war indes die Stimmung im Ortsteil Cospeda. Dort war zwar auch die Straßenbeleuchtung um 20.30 Uhr ausgeschaltet worden, aber leider klappte es nicht so gut, die Beleuchtung wieder anzuschalten. Die Cospedaer Straßen blieben die ganze Nacht im Dunkeln, was für Aufregung sorgte. Ortsteilbürgermeister Lutz Arnold hatte einige besorgte Bürger zu besänftigen, die auf die gefährdete Sicherheit verwiesen. Christopher Helbig, Abteilungsleiter Elektrotechnik beim zuständigen Kommunalservice Jena, bedauerte dies. Es habe sich um ein Versehen gehandelt. Er verwies auf die komplizierte Situation an jenem Abend. Durch das zeitliche Zusammentreffen der Earth Hour und des Tages der Astronomie, für den Dunkelheit zur Himmelsbeobachtung nötig war, seien sehr viele Strom-Schaltschränke zu bedienen gewesen. Man habe es nicht geschafft, alle Stadtgebiete rechtzeitig wieder zuzuschalten. Am Sonntag sei die Straßenbeleuchtung aber auch in Cospeda wieder in Betrieb gewesen.

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