Bunter Hingucker in Gera-Lusaner Neubaugebiet

Gera  Ein echter Hingucker und bunter Farbtupfer im Neubaugebiet ist er geworden, der Wohnblock in der Lusaner Platanenstraße 5. Seit Mai und bis Ende Oktober hat das Team der Geraer Werbeagentur „Folien-Fabrik“ dem Gebäudeteil ein ganz besonderes neues Gesicht gegeben. Ein Altstadt-Ensemble aus Villen- und Fachwerk-Fronten ziert umlaufend die Fassade des Blocks an der Ecke Platanenstraße/Sommerleithe.

Christian Schmidt, Dirk Wolfersdorf, Benjamin Hemmann, Herminia Maxaieie und Mathias Bribach (von links) von der Folien-Fabrik vor ihrem Werk. Foto: Marcel Hilbert

Christian Schmidt, Dirk Wolfersdorf, Benjamin Hemmann, Herminia Maxaieie und Mathias Bribach (von links) von der Folien-Fabrik vor ihrem Werk. Foto: Marcel Hilbert

Foto: zgt

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Ganz fertig geworden sind die Fassadengestalter zwar noch nicht, Gebäudesockel und der Anbau, in dem unter anderem eine Kneipe beheimatet ist, sollen im kommenden Frühjahr folgen, sagt Christian Schmidt. Außerdem sollen die Träger der Überdachung an der Ladenzeile noch gestrichen werden, nachdem die Türen zu den Geschäften bereits in neuer Farbe erstrahlen. Doch das alles sind Restarbeiten, das Kunstwerk an sich auf rund 2500 Quadrat­metern in 85 bis 90 verschiedenen Farbtönen darf bereits gerüstfrei bewundert werden.

Und das hätten, laut den Mitarbeitern der Folien-Fabrik schon einige Leute interessiert getan. Entweder beim Vorbeigehen oder auch ganz gezielt, um dann Fotos davon zu machen. „Da hatten auch die Zeitungs­berichte ihren Anteil daran“, ist sich Schmidt sicher. Die Reaktionen seien zum überwiegenden Teil positiv gewesen, sagt er. Ein kleiner Teil würde finden, dass es nicht nach Lusan passe.

„Es ist schön gemacht, wenn auch für meinen Geschmack vielleicht ein bisschen zu bunt“, findet die Leiterin des Aida-Friseur-Salons in der Ladenzeile, Madlen Schlemmrich, die Gestaltung. „Aber es ist vielleicht auch einfach nur ungewohnt.“ Franziska Stoike vom benachbarten Bäcker-Geschäft ist dagegen voll des Lobes für „das schönste Haus von Lusan“. Auch ein älterer Mann, der auf einer Bank in der Nachbarschaft die Sonne genoss, fasste seine Eindrücke mit dem Wort „wunderbar“ zusammen.

Das hören die Maler sicher gern, schließlich sei das gesamte Projekt ein recht anspruchsvolles gewesen. Über den Entstehungsprozess des Fassadenkunstwerks soll am Ende auch ein Film mit spannenden Luftaufnahmen erscheinen.

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