Country-Tänzer aus Rudolstadt in Peking umjubelt

Die Mitglieder des Vereins Country Dance Family & Friends aus Rudolstadt sind vom Kultur- und Tourismusfestival aus China zurück. Dort wurden sie begeistert umjubelt und unablässig fotografiert.

Die Rudolstädter Line Dancer bei einem Auftritt während des Festival in Peking.

Die Rudolstädter Line Dancer bei einem Auftritt während des Festival in Peking.

Foto: zgt

Rudolstadt. 27 Tänzer des Vereins Country Dance Family & Friends reisten vom 25. September bis zum 3. Oktober auf Einladung der Veranstalter des 16."Kultur- und Tourismusfestivals in Peking nach China.

Zunächst statteten sie der Megametropole Shanghai einen Besuch ab. Im Zentrum bot sich direkt am Wasser ein einmaliger Blick auf Wolkenkratzer und Fernsehturm auf der einen Seite und andererseits auf die in vielen Baustilen gehaltenen Gebäude. Beim "Erklimmen" des 420,5 Meter hohen Jinmao-Gebäudes, das in seinem 87. Stockwerk eine Aussichtsplattform bietet, konnten die Tänzer einen Rundum-Blick von dem pulsierenden Leben der mittlerweile größten chinesischen Stadt erhaschen.

Am kommenden Tag besichtigten sie den Yufosi, den Tempel für den Jade Buddha, wo Gläubige eine 1,95 Meter hohe und eine Tonne schwere ­Buddhastatue aus Jade verehren. Später führte sie der Weg in eine Seidenspinnerei sowie den Yuyuan-Garten. In einer der vier Metro-Filialen der Stadt - das Unternehmen spendete der Gruppe die T-Shirts - wurden die Tänzer vom Geschäftsführer persönlich empfangen und durch den Markt geführt. Am Ende bedankten sie sich mit einem spontanen Auftritt.

Am 29. September flog die Truppe von Shanghai zum Festivalort Peking, wo es auf dem internationalen Flughafen eine überaus herzliche Begrüßung gab. Gleich nach der Ankunft ging es zum "Tempel Of Earth" auf dessen Gelände die Generalprobe zur Eröffnungszeremonie des "16th Beijing International Tourism Festival" stattfand.

Bereits hier erfuhr die Gruppe, dass neben den einheimischen Aktiven 20 internationale Tanzgruppen aus fünf Kontinenten mitwirken. Schnell kam man in Kontakt mit Tänzern aus Indien, Künstlern aus der Toskana und Pisa, aus Santiago de Chile, Santa Monica/Californien. Die Deutschen präsentierten im Oldstyle ein Tanzmedley zu deutscher Countrymusik. Die Art ihrer Bekleidung, einige bärtige großgewachsene Männer mit Cowboyhut und die schmucken Damen sorgten immer wieder für Beifall und die Bitte um das eine oder andere gemeinsame Foto. Chilenen und Amerikaner, Italiener, Brasilianer, Deutsche und Neuseeländer bildeten ein Knäul aus internationaler Freundschaft, Gemeinsamkeit und Verständnis - ein unbeschreibliches Glücks­gefühl.

Nach einem gelungenen Auftritt wurden den Gästen einige Sehenswürdigkeiten Pekings gezeigt. Sie besichtigten den Platz des Himmlischen Friedens, der ganz im Kleide des Nationalfeiertages erstrahlte, sowie die Verbotene Stadt. Das Pünktchen auf dem "i" des gelungenen Tages setzte noch der Aufstieg auf den Jingshan-Hügel.

Am kommenden Tag fiel der geplante Openair-Auftritt auf der Großen Mauer wegen Dauerregens buchstäblich ins Wasser. Der letzte Besuchstag in Peking begann dann tatsächlich wieder mit Sonnenschein. Es ging zum Auftrittsort, um dort die eigens für China vorbereiteten Tanzdarbietung vorzustellen. Am Rande des Auftrittes ­kamen die Country- und Westerntänzer mit einer Kindertanzgruppe aus Samara an der Wolga sowie mit Künstlern aus ­Korea ins Gespräch.

Am Nachmittag besuchten sie den Sommerpalast und präsentierten vor zahlreichen Besuchern in einer schönen Kulisse erneut ihre Tänze. Die Begeisterung und das Wohlwollen dieser Masse an Publikum hatte man nicht erwartet. Die Einheimischen folgten begeistert dem Auftrittsprogramm, klatschten und tanzten, strahlten vor Freude und mit unzähligen Foto­apparaten, Handys und Tablets wurden Fotos geschossen.

Der Zeitplan sah dann aber noch eine Drachenbootfahrt, den Besuch einer Perlenausstellung - wieder mit tänzerischen Einlagen - und schließlich die Teilnahme an der legendären Kung Fu Show vor. Damit nahmen erlebnisreiche Tage ihren Abschluss. Die Tänzer des Country Dance Family & Friends verließen China mit der Gewissheit, unter Einheimischen und internationalen Gästen einen menschlich herz­lichen Eindruck von ihrer Heimat hinterlassen zu haben.