Der Bornfegeverein von Golmsdorf wird 25 und feiert das groß

Golmsdorf  Höhepunkte aus 25 Vereinsjahren sind bei der diesjährigen Bornfege zu sehen. Der Bornfegeverein von Golmsdorf feiert Jubiläum und kann sich über einen neuen Festplatz freuen – und über noch vieles mehr.

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Zwar sind gerade erst Weihnachten und Silvester vorbei, doch in Golmsdorf denken schon viele an das nächste große Fest: die Bornfege.

Sie wird traditionell zu Pfingsten und am darauffolgenden Wochenende gefeiert, in diesem Jahr zum 314. Mal. Bei dieser Zahl kann man ohne Bedenken von einer langen Tradition sprechen, es gibt nur wenige andere Feste, die in der Region so lange verwurzelt sind.

Deshalb pflegen die Golmsdorfer auch die Traditionen, und bei ihrem Fest ist vieles so wie schon seit Jahrzehnten: Es werden Bornmeister bestimmt, denen als „Hüter“ der Brunnen Bornjungfern zur Seite stehen. Mit dem Amt wird an den Nachfolger auch ein Bornmeister-Pokal übergeben, der schon stattliche Jahre alt ist, im Fall von Golmsdorf 254, denn den Pokal hatten Weinhändler aus Jena den Golmsdorfer Winzern 1763 überreicht als Dank für ihren guten Rebensaft. Die Sponsoren sind auf Plaketten bis heute verewigt.

„Den Pokal muss der Bornmeister genauso hüten wie den Brunnen, auch wenn heute kein Golmsdorfer oder Beutnitzer mehr sein Wasser aus dem Brunnen schöpft für die Weinherstellung“, sagt Sven Michaelis, Vorsitzender des Bornfegevereins.

Er berichtet davon, dass es in diesem Jahr jedoch auch einige Neuerungen geben wird. So zuerst eine, den Ort betreffend. „Wir werden erstmals auf unserem neuen Festplatz gegenüber dem Sportplatz feiern“, sagt Michaelis. Die Gemeinde hat hierhin Strom und Wasser gelegt und für eine Befestigung gesorgt, so dass das große Festzelt sicher stehen wird.

Neu sei auch, dass Thomas Kastl mit seinem Gastro-Service, der unter anderem die Jenaer Sparkassen-Arena bewirtschaftet, demnächst auch die Gäste und Macher der Gleistaler Bornfege versorgt. „Die können sich zum Beispiel auf ein gemeinsames Mittagessen im Zelt am Tage unseres Festumzuges freuen“, sagt Michaelis. Denn an diesem Tage habe in Golmsdorf und Beutnitz, wo praktisch jede Familie am Umzug mitwirke, sowieso keiner Zeit zum Kochen.

Der große Festumzug, der von Familien und Vereinen aus Golmsdorf und seinen Ortsteilen, aber auch aus der Nachbarschaft gestaltet wird, steht in diesem Jahr unter einem besonderen Motto. Er werde „Das Beste aus 25 Jahren Bornfegeverein“ in Bildern zeigen, sagt Michaelis. Denn der rührige Verein kann 2017 auf ein Vierteljahrhundert ideenreicher und tatkräftiger Traditionspflege zurückblicken. Dass die Golmsdorfer den Bornfegeverein von Naschhausen mit einer Spende unterstützen, weil deren Brunnen bei einer gedankenlosen Silvesterböllerei zerstört wurde, gehöre dazu. 90 Vereinsmitglieder gehören zum Verein, glücklicherweise auch immer mehr junge Leute, freut sich Michaelis.

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