Fußball-Mini-WM der Grundschulen: Schlöben jubelt, Ottendorf trauert

Bei der 10. Fußball-Mini-Weltmeisterschaft der Grundschulen wurde das Finale erst im Strafstoßschießen entschieden.

Die erfolgreichen Grundschüler aus Schlöben bei der 10. Mini-WM. Foto: Jens Henning

Die erfolgreichen Grundschüler aus Schlöben bei der 10. Mini-WM. Foto: Jens Henning

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Bad Klosterlausnitz. Spannender hätte es der beste Krimi-Autor nicht schreiben können, was sich bei der 10. Mini-Fußball-WM der Grundschulen des Saale-Holzland-Kreises in Bad Klosterlausnitz ereignete.

Das Endspiel der Jahrgänge 2004 und jünger zwischen den Grundschulen Schlöben als Italien und Ottendorf als Deutschland endete nach der regulären Spielzeit unentschieden. Erst brachte Maximus Babke die Ottendorfer, die als Titelverteidiger ins Turnier gingen, in Führung. Fast im Gegenzug glich Jason Thielemann nach einem Solo und einem unhaltbaren Schuss zum 1:1 aus.

Wie nah Freude und Enttäuschung gerade im Fußball beieinander liegen, wurde beim anschließenden Entscheidungsschießen aus neun Meter Entfernung auf das leere Tor deutlich.

Die Ottendorfer mussten vorlegen. Die ersten vier Spieler brachten den Ball im Tor unter. Nicht soviel Glück hatte der dritte Ottendorfer, er verschoss. Sein Ball ging rechts neben das Tor. Danach gab es für den Jungen kein Halten mehr. Er fiel zu Boden, riss sich die Hände vors Gesicht, um seine Tränen zu verstecken. War das die Vorentscheidung? Es lag an Gabriel Ben Schwarz. Er lief an, der Ball ging ins Tor, damit war Italien Fußball-Weltmeister. Bei den Jungen und Mädchen aus Ottendorf flossen vor Enttäuschung Tränen. Ottendorfs Trainer monierte den Modus: "Bei jedem anderem Entscheidungsspiel wurde mit zwei Minuten verlängert, nur nicht unser Finale. Ich weiß nicht, wie ich das meinen Spielern erklären soll."

Mit dem Sieg haben sich die Schlöbener automatisch für die 11. Mini-WM 2014, dann wieder in Stadtroda, das Startrecht als Deutschland erworben. Dritter bei der jüngeren Altersklasse wurde Paraguay (Grundschule Stadtroda) vor Australien (Grundschule Königshofen).

Das Endspiel der Jahrgänge 2002 und 2003 gewann Königshofen für Australien. Die Plätze zwei und drei gingen an die Grundschulen aus Stadtroda (Paraguay) und Rothenstein (Südafrika).

35 Mannschaften beteiligten sich am Turnier. Thalbürgel trat nicht an. Mit Verspätung begann die WM für die Schulen aus Kahla, Orlamünde und Rothenstein. Es soll Übermittlungsprobleme gegeben haben zwischen dem Landratsamt und dem Busunternehmen bei der Bestellung der Fahrzeuge, hieß es aus dem Schulverwaltungs- und Kulturamt.

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