Gemeinden besiegeln Rettung der Brehm-Gedenkstätte

Sechs Bürgermeister aus den Tälerdörfern heben in Tröbnitz Zweckverband zur Rettung der Renthendorfer Gedenkstätte aus der Taufe. Schnellstmögliche Wiedereröffnung des Museums im Visier.

Besiegeln den Zweckverband Brehm-Gedenkstätte Renthendorf: Die Tälerdörfer-Bürgermeister Wolfgang Bauer, Antje Spitzweg, Dr Jochen Süß, Karla Knoll und Volker Bauer (v.l.n.r.) bei der Unterzeichnung der Satzung

Besiegeln den Zweckverband Brehm-Gedenkstätte Renthendorf: Die Tälerdörfer-Bürgermeister Wolfgang Bauer, Antje Spitzweg, Dr Jochen Süß, Karla Knoll und Volker Bauer (v.l.n.r.) bei der Unterzeichnung der Satzung

Foto: zgt

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Tröbnitz. Der Brehm-Vertrag ist besiegelt: Gestern unterzeichneten die Bürgermeister der Tälerdorf-Gemeinden Ottendorf, Tautendorf, Renthendorf, Lippersdorf-Erdmannsdorf, Kleinebersdorf und Eineborn in Tröbnitz die Dokumente zur Gründung des "Zweckverbandes Brehm-Gedenkstätte Renthendorf". "Wenn die Satzung nun noch Rechtskraft erlangt, dann haben wir die größte bürokratische Hürde genommen", sagte VG-Chef Hartmut Weidemann nach der Vertragsunterzeichnung. Er selbst wird künftig die Geschäftsstelle des Zweckverbandes führen.

Der Gründung voraus ging ein monatelanges Tauziehen um den Erhalt der international bekannten Gedenkstätte, in der an das Vermächtnis des "Vogelpastors" Christian Ludwig Brehm und des "Thiervaters" Alfred Brehm erinnert wird. Weil Renthendorf als Eigentümerin des Museums Ende vergangenen Jahres mit der Gedenkstätte finanziell völlig überfordert war, drohten in dem alten Haus für immer die Lichter auszugehen. Dies versuchte Weidemann gemeinsam mit den Bürgermeistern der Tälerdörfer über eine Zweckverbandsgründung zu verhindern. "Zum Glück stand das Land als Fördermittelgeber hinter der Idee und machte sich auch der Kreistag für den Erhalt der Gedenkstätte stark", blickte der VG-Chef zurück.

Mit der gestrigen Verbandsgründung sind aber längst noch nicht alle Brocken zum Erhalt der Gedenkstätte aus dem Weg geräumt. "Die Satzung muss nochmal bei der Kommunalaufsicht eingereicht und von der Behörde genehmigt werden. Danach muss die öffentliche Bekanntmachung erfolgen. Ist dies geschehen, kann zur konstituierenden Sitzung eingeladen werden. Auf dieser werden dann der Vorsitzende und sein Stellvertreter gewählt. Und erst dann können Ausschreibungen für die Besetzung von Stellen und dergleichen in die Wege geleitet werden", klärte Weidemann auf. Dass die Gedenkstätte derzeit geschlossen ist, bedauert er. "Leider kam es nicht zu einer notwendigen Übergabe der Geschäfte an die zahlreichen Ehrenamtlichen, weil sich an diesem Tag Jörg Hitzing krank gemeldet hat." Weidemann hofft nun, dass dies in den nächsten Tagen erledigt und das Museum wieder geöffnet werden kann.

Immerhin kann der Verband auf eine finanzielle Basis verweisen. Dank des Kreistagsbeschlusses zur Rettung der Gedenkstätte stellt der Landkreis eine Sonderzahlung in Höhe von 14 000 Euro bereit. Hinzu kommen rund 38 000 Euro Landesmittel und der allgemeine jährliche Zuschuss des Kreises in Höhe von 5100 Euro. Weidemann schwebt vor, die 14 000 Euro auf zwei Jahre zu strecken, um die finanzielle Belastung der Verbandsgemeinden gering zu halten. Stehen die sechs Tälerdörfer doch künftig für den Eigenanteil ein, den Renthendorf immer selbst für das Museum aufbrachte. Für Dr. Jochen Süß, Bürgermeister von Lippersdorf-Erdmannsdorf, gab es an den Brehms keinen Weg vorbei. "Wir hätten uns europaweit zum Max gemacht. Die Gedenkstätte ist die Perle der Region. Sie muss nur mal richtig geputzt werden."

"Eine Schließung hätten wir nicht verantworten können", sagte auch Ottendorfs Bürgermeister Wolfgang Bauer. Er selbst stammt aus Renthendorf und wurde mit dem Erbe der Brehms groß.

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