Gemeinschaftsschule Wenigenjena/Nordschule: Schulstart zweimal im Ausweichquartier

Diese beiden Schuleinführung hatten schon etwas Ungewöhnliches. Denn beide erfolgten an Orten, die eigentlich nicht die Heimat dieser Schulen sind.

Schuleinführung mit einem starken Besucherandrang von Familien der Abc-Schützen gab es für die neuen Nordschüler im Lisa-Zentrum in Lobeda.
Foto: Michael Groß

Schuleinführung mit einem starken Besucherandrang von Familien der Abc-Schützen gab es für die neuen Nordschüler im Lisa-Zentrum in Lobeda. Foto: Michael Groß

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Jena. So konnten die Abc-Schützen und ihre Familien aus der Jenaer Nordschule nicht wie das dort sonst üblich war, in der Nordschul-Aula feiern, sondern mussten wegen der Sanierung des über 100-jährigen Gebäudes nach Lobeda fahren. Dort gab es im Lisa-Zentrum drei stimmungsvolle Feiern für die 70 Schulanfänger - jede der drei neuen 1. Klassen erhielt eine eigene Feier in einem stets mit Gästen überfüllten Saal.

Kinder aller Jahrgangsstufen boten ein munteres Programm, und Schulleiterin Uta Schuster begrüßte die neuen Schulkinder. Sie zeigte sich erfreut über den Zuspruch, den die Nordschule trotz ihres nun schon fast ein Schuljahr andauernden Exils in der Ausweichschule in der Emil-Wölk-Straße bei ihren Anmeldungen gehabt habe. ­Natürlich sei der Weg aus dem Nordgebiet nach Lobeda weit. Aber die vier Busse und eine Straßenbahn, die täglich extra für die Nordschüler fahren, seien gut organisiert. Und dank des Jenaer Nahverkehrs klappe das auch prima. Aber auch in der Ausweichschule sei man gut aufgehoben gewesen. Alles sei hergerichtet worden für die Kinder, sogar die Außenanlagen. Nun aber freuen sich alle schon auf den Februar, wenn die Nordschüler in ihr angestammtes Haus zurückziehen können.

Wenigenjenaer Schule drei Jahre in Lobeda

Etwas länger wird das Exil für die Gemeinschaftsschule Wenigenjena. Sie geht völlig neu an den Start und hatte demzufolge am Sonnabend erstmals eine Schuleinführung. 17 Mädchen und Jungen, vor allem aus Jena-Ost, aber auch aus anderen Stadtteilen, erhielten ihrer Zuckertüten zur Feier in der liebevoll ausgestalteten Turnhalle des ehemaligen Otto-Schott-Gymnasiums in Lobeda-Ost. An diesem Standort wird die neu gegründete Schule bis zum Jahr 2017 bleiben. Bis dahin soll die eigene Schule am Jenzigweg fertig gebaut sein. Am jetzigen Standort sind aber alle Voraussetzungen für einen guten Start geschaffen worden, so Schulleiter Axel Weyrauch. Unterrichtsräume, Hortküche und Hortzimmer stehen ebenso bereit wie Kabinette für Werken und Hauswirtschaft.

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