Manege frei für die „Galileos“

Jena  Mit einer Vorstellung des Circus Aron begann am Montag ein Projekt in der Galileo-Schule. Alle 290 Schüler probieren sich dabei als Zirkuskünstler.

Viel Spaß hatten diese Schüler, die gestern in der Clown-Schule von Circus Aron auf Putztour durchs Schulgelände unterwegs waren. Foto: Michael Groß

Viel Spaß hatten diese Schüler, die gestern in der Clown-Schule von Circus Aron auf Putztour durchs Schulgelände unterwegs waren. Foto: Michael Groß

Foto: zgt

Diese Woche ist keine normale an der Galileo-Schule in Winzerla. Das wird schon deutlich, wenn man in diesen Tagen auf den Schulhof kommt und dort Teller jonglierende und Clown spielende Schüler trifft. Gleich nebenan in der Turnhalle bauen Schüler tolle Handstand-Pyramiden, lassen die Hula-Hoop-Reifen um sich kreisen, üben Tänze mit langen Gummibändern ein oder belagern den für Zirkusse nun mal typischen Stand mit der vor Ort produzierten Zuckerwatte.

Heute und morgen Zirkusaufführungen

In der Turnhalle ist sogar eine richtige Manege aufgebaut. Sie soll heute und morgen noch ­etwas erweitert werden mit zahlreichen Sitzreihen. Denn heute um 18 Uhr und am morgigen Freitag um 16 Uhr finden hier Zirkusvorstellungen statt. Dann präsentieren die Schulklassen all das, was sie in dieser Woche gelernt haben. Und das konnte sich zumindest gestern schon mal sehen lassen.

Doch was ist eigentlich los in der Gemeinschaftsschule in der Oßmaritzer Straße? Eine Zirkuswoche ist dort seit Montag angesagt. So hat auf dem Schulgelände der Circus Aron seine Wagen stationiert, um hier eine Woche lang allen 290 Schülern Gelegenheit zu geben, sich als Zirkuskünstler auszuprobieren.

Große und Kleine lernen voneinander

Und die Schüler haben gern ihre Schulbänke für ein paar Stunden am Tag mit der Manege getauscht. Unter Anleitung von acht Trainern lernen sie Tricks, und Kniffe, führen Geschicklichkeitsübungen durch und machen vieles davon auch gemeinsam – zum Beispiel die akrobatischen Figuren, die sie mit Trainer Adrian immer wieder aufs Neue durchspielen, damit zu den Aufführungen alles stimmt. So lernen sich die Kinder und Jugendlichen auch besser kennen und verstehen, und zwar über die Grenzen von Schulklassen hinweg, wie die Lehrerin Kathrin Löber betont.

Dass die Schüler verschiedener Altersgruppen zusammen seien, gehört auch zum Konzept von Circus Aron. Im altersgemischten Spektrum würden die Kinder meist besser lernen und schneller Fortschritte in ihrer Entwicklung machen, als Kinder, die sich nur in gleichaltrigen Gruppen aufhalten. Die Kleineren würden dabei die Großen beobachten und deren Verhalten nachahmen. So kämen auch Spätentwickler schneller voran. Für mehr Selbstbewusstsein sorge das Ganze schließlich auch bei den Älteren, die den Kleinen gerne etwas beibringen.

Wer sich in welchen Zirkuskünsten versucht, das sei die eigene Entscheidung gewesen, betonen sowohl die Zirkus-Mitarbeiter als auch die Lehrer. Jeder Schüler konnte sich aussuchen, was er macht und wo er sich am meisten zutraut.

Der Circus Aron ist ein in Deutschland ständig auf Achse befindlicher Zirkus, der sich vor allem als Mitmachzirkus für Kinder und Jugendliche einen Namen gemacht hat. „Seit 12 Jahren machen wir ausschließlich solche Projekte für Schulen und Kindergärten“, sagt Trainer Adrian und berichtet davon, dass er unter den Schülern auch dieses Mal schon wieder eine ganze Reihe von Talenten gefunden habe.

Sogar mit brennenden Hula-Hoop-Reifen

Auch seine Kollegin und Lebenspartnerin Andrea kann dies bestätigen. Sie übte gestern mit Mädchen die hohe Kunst des Hula-Hoop-Reifens. Und einige wussten damit schon sehr geschickt umzugehen. Es wird zu den Aufführungen sogar eine Nummer geben, bei der die Mädchen mit brennenden Reifen auftreten.

Nun hoffen die Galileo-Schüler auf regen Besuch heute und morgen zu ihren beiden Aufführungen. Eltern, Geschwister, Verwandte, Freunde und alle Interessierten sind willkommen.

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