Mathe-Olympiade in Jena: Die Besten stehen jetzt fest

Jena  Die besten Schüler bei der Mathematik-Olympiade in Jena stehen fest. Nun hoffen sie auf eine Nominierung für den Landesentscheid in Erfurt.

Carla Brunner, Lea Kemmler, Anne Bergner, Fynn Kessels und Luise Köhler (von links) erzielten bei der 57. Mathematik-Olympiade in Jena jeweils die volle Punktzahl.

Carla Brunner, Lea Kemmler, Anne Bergner, Fynn Kessels und Luise Köhler (von links) erzielten bei der 57. Mathematik-Olympiade in Jena jeweils die volle Punktzahl.

Foto: Norman Börner

Die Mathematik. Für den einen Endgegner jedes einzelnen Levels der Schulzeit, scheint manch anderem der Umgang mit Brüchen, Wurzeln und Funktionen im Blut zu liegen. „Das braucht doch später im Leben kein Mensch“, rufen die Verzweifelten.

Doch mit diesem Vorurteil räumte die Mathe-Olympiade in Jena auf. So sollten die Schüler in diesem Jahr unter anderem den Materialbedarf für den Bau eines Gartenzauns berechnen oder mithilfe der Prozentrechnung beim Autokauf ein Schnäppchen machen. Nehmt das, Ihr Mathemuffel! Dann viel Spaß mit einer löchrigen Grundstücksgrenze und dem astronomisch hoch verzinsten Gefährt. Aber auch für Euch gibt es Hoffnung. Denn eben so wenig ist logisches Denken ein angeborenes Talent. „Seine Mathefähigkeiten kann jeder Schüler trainieren, wie beim Sport“, sagt Suanne Schubert, Mathelehrerin am Carl-Zeiss-Gymnasium.

Und wie beim Rennen, Springen und Werfen fahren die Besten der Besten zur Olympiade. In der vergangenen Woche stellten sich 312 mathebegeisterte Schüler aus elf Jenaer Gymnasien, Gesamt- und Gemeinschaftsschulen dem Wettstreit mit Zahlen. Am Mittwoch war der Tag der Wahrheit gekommen. In der Aula des Ernst-Abbe-Gymnasiums wurden die Preise für die Schüler mit den besten Ergebnissen vergeben. Insgesamt übergaben die Mathelehrer 69 erste bis dritte Preise. Fünf Schüler konnten sogar die volle Punktzahl abräumen. Sie wollen jetzt auch einen Platz in der Jenaer Regionalmannschaft ergattern. Die tritt nämlich im Februar beim Landeswettbewerb in Erfurt an.

Frische Ausrüstung gab es von der Firma Vacom und der Sparkasse Jena-Saale-Holzland. Die gewonnenen Schreibutensilien werden allerdings nicht reichen, um letztlich sogar in der finalen Runde den Sieg für das Team Thüringen einzufahren. Denn Mathe-Training, das sei zuallererst mal Sport im Kopf, betont Susanne Schubert.

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