Pößneck: Ballonflüchtling Strelzyk gestorben

Pößneck  Ballonflüchtling Peter Strelzyk (eigentlich: Hans-Peter Strzelczyk) ist gestorben. Im Alter von 74 Jahren erlag er am Samstag in einem Klinikum in Jena Folgen seiner Krankheiten.

Die Ballonflüchtlinge Doris und Peter Strelzyk aus Pößneck am Tor ihres Hauses in Pößneck-Süd. Foto: Archiv/Marius Koity

Die Ballonflüchtlinge Doris und Peter Strelzyk aus Pößneck am Tor ihres Hauses in Pößneck-Süd. Foto: Archiv/Marius Koity

Foto: zgt

Ballonflüchtling Peter Strelzyk (eigentlich: Hans-Peter Strzelczyk) ist gestorben. Im Alter von 74 Jahren erlag er am Samstag in einem Klinikum in Jena Folgen seiner Krankheiten.

Am 16. September 1979 war es den Pößnecker Familien Strelzyk und Wetzel samt Kindern, insgesamt acht Personen also, gelungen, mit einem selbstgebauten Heißluftballon über die deutsch-deutsche Grenze zu schweben. Die bis auf die Knochen blamierte Stasi setzte im Westen mit 28 Spitzeln alles daran, dass Strelzyks möglichst ihres Lebens nicht mehr froh werden. Die weltweit Aufsehen erregende Ballonflucht gab dem Hollywood-Film „Mit dem Wind nach Westen“ (1981) den Stoff. Ihre Sicht der Dinge dokumentierten Doris und Peter Strelzyk, die Anfang der 1990-er nach Pößneck zurückkehrten, in ihrem Buch „Schicksal Ballonflucht – Der lange Arm der Stasi“ (1999). Einen weiteren Film über die tollkühne Aktion hatte 2015 Michael „Bully“ Herbig angekündigt. Den Ballon gibt es heute noch – im Heimatmuseum in Naila.