Prosit Neujahr im Wohnmobil: Wintercamper feiern bei Neustadt Silvester

Neustadt  Freunde des Wintercampings begrüßen das neue Jahr auf dem Stellplatz an der Heinrichs-Ruhe bei Neustadt. Sie schätzen die Atmosphäre hier und die Lage, von der aus sich das Feuerwerk genießen lässt.

Mit bunten Luftballons und Luftschlangen gut auf die Silvesternacht vorbereitet sind diese Wohnmobilfreunde aus Jena und Friedberg, die Gäste auf dem Caravanstellplatz von Mike Hempel (sitzend, Mitte) an der Heinrichs-Ruhe bei Neustadt sind. Foto: Sandra Hoffmann

Mit bunten Luftballons und Luftschlangen gut auf die Silvesternacht vorbereitet sind diese Wohnmobilfreunde aus Jena und Friedberg, die Gäste auf dem Caravanstellplatz von Mike Hempel (sitzend, Mitte) an der Heinrichs-Ruhe bei Neustadt sind. Foto: Sandra Hoffmann

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Ganz allein habe er vor sechs Jahren an Silvester bei reichlich Schnee auf dem Caravanstellplatz an der Heinrichs-Ruhe bei Neustadt gestanden, weiß Heinz Kreißl aus dem hessischen Friedberg noch sehr genau. Diese Zeiten sind lange vorbei. Seit Dienstag rollen Wohnmobile aus ganz Deutschland auf dem hoch über Neustadt gelegenen Stellplatz an und inzwischen möchten so viele Wohnmobilfreunde hier die Silvesternacht verbringen, dass Inhaber Mike Hempel nicht mehr allen grünes Licht für die Anreise geben kann.

„Ich hätte die Gasträume voll haben können mit Wohnmobilfahrern, aber das wollte ich nicht. Ich möchte auch für die Neustädter da sein und Hausgäste habe ich ebenfalls“, sagte Mike Hempel, Inhaber der Gaststätte und Pension „Heinrichs-Ruhe“, gestern. Zu einem fröhlichen Beisammensein, ohne Tanzkapelle, sondern nur bei Musik aus dem Radio, lädt er am Silvesterabend die Wohnmobilfreunde, die Hausgäste und die Neustädter ein. Und genau diese ruhige Gemütlichkeit bei einem Drei-Gänge-Menü und unterhaltsamen Gesprächen schätzen die Wohnmobilfreunde.

Auch das Feuerwerk wird hier eher beobachtet, als selbst durch Raketen bereichert. „Der Blick nach Neustadt, ins Orlatal – deswegen kommen die Leute“, weiß Mike Hempel. Dazu werde um Mitternacht ein Lagerfeuer angezündet, um das die Camper dann gerne stehen und um das sie sich auch kümmern. Auf kaum einem anderen Platz könnten sie ein Feuer entzünden. Vor gut zwei Jahren hat Mike Hempel die Feuerstelle extra eingerichtet und von einem Fachmann pflastern lassen.

Die ersten sechs Wohnmobile sind am Dienstag in Neustadt eingetroffen. Weitere folgten gestern und auch heute werden noch einzelne erwartet. Darunter die Bekannten von Christina und Helmut Rösler aus Jena. Zum dritten Mal verbringen die Jenaer den Jahreswechsel auf der Heinrichs-Ruhe und haben dieses Mal Bekannte aus Nürnberg mit hierher eingeladen. Anreisen werden diese erst heute, weil sie gestern noch arbeiten mussten. Aber ihr Stellplatz war schon reserviert, gleich neben dem Wohnmobil von Röslers.

Insgesamt mindestens 20 Wohnmobile erwartet

Einen neuen Wohnmobilfreund haben auch Marianne und Heinz Kreißl für das Silvestercamping bei Neustadt gewonnen. Während sie selbst das sechste Mal dabei sind, ist es für Karl Heinz Schwingler der erste Besuch hier. Am Sonntag ist er, ebenfalls aus Friedberg, angereist. „Wintercamping geht gut“, stellt Karl Heinz Schwingler, der bei einem großen Wohnmobilvermieter arbeitet, gerade fest und kann dies weiterempfehlen.

„Hier ist eine tolle Lage, eine tolle Atmosphäre, ein toller Gastwirt – es lohnt sich, ihn zu besuchen“, zählt Heinz Kreißl die Argumente auf, mit denen er seinen Bekannten zum Ausflug nach Neustadt überzeugte. Insgesamt werden heute Abend mindestens 20 Wohnmobile auf dem Stellplatz stehen.

Die ersten Anmeldungen liegen Mike Hempel auch schon für das große Saisonauftakttreffen der Wohnmobilfreunde Anfang April vor. „Schon im Herbst zum Abschlusstreffen sagen viele: Tragen Sie mich ein“, berichtet Mike Hempel. Das erste Mal hatte er dieses Jahr zum Saisonabschlusstreffen im Oktober keinen Teilnehmer mehr annehmen können, weil mit 44 Wohnmobilen und den entsprechenden Gästen der Stellplatz und das Gasthaus einfach komplett ausgelastet waren.

Ein Erfolg von Anfang an ist auch das Neujahrsdetscheressen, das wieder am 1. Januar ab 15 Uhr auf der Heinrichs-Ruhe stattfindet. Zwanzig Liter Kartoffeln, also zwei Zehn-Liter-Eimer voll, werden dafür vorbereitet. Darüber hinaus gibt es am 23. Januar ab 17 Uhr ein Weihnachtsbaumverbrennen. Der Erlös kommt der Kinderkrebshilfe in Jena zugute.

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