Saale-Holzländer Blindenverband fusioniert nicht mit Jena

Eisenberg/Hermsdorf  Der Kreisverband der Sehbehinderten im Saale-Holzland leibt eigenständig und hat jetzt seinen Vorstand neu gewählt.

Der Vorstand: Vorsitzender Christian Vogel, Sieglinde Drosdowski und Birgitt Fechtner (vorn von links) sowie Vize-Vorsitzender Reiner Hofmann (hinten rechts). Unterstützt wird der Vorstand von Mitarbeiter Mirko Noffke.

Der Vorstand: Vorsitzender Christian Vogel, Sieglinde Drosdowski und Birgitt Fechtner (vorn von links) sowie Vize-Vorsitzender Reiner Hofmann (hinten rechts). Unterstützt wird der Vorstand von Mitarbeiter Mirko Noffke.

Foto: Angelika Munteanu

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Für den Blinden- und Sehbehindertenverband im Saale-Holzland bleibt vorerst alles beim Gewohnten. Er bleibt selbstständig. Ein Zusammengehen mit dem Stadtverband der Blinden und Sehbehinderten in Jena wird es vorerst nicht geben. Und der hiesige Verband hat nach der Wahl in dieser Woche wieder einen Vorstand, dessen Mitglieder die des alten Vorstandes sind: Christian Vogel als Vorsitzender, sein Stellvertreter Reiner Hofmann und die beiden Vorstandsmitglieder Sieglinde Drosdowski und Birgitt Fechtner.

Das vom Kreisverband im Saale-Holzland angestrebt Zusammengehen mit dem Jenaer Verband sei daran gescheitert, dass die Jenaer nicht die Arbeit für den Landkreis mit übernehmen wollten, erläutert Christian Vogel. Der Kreisverband habe bei einem Gespräch mit Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) versucht, Brücken zu bauen. Unterstützung sei in Gestalt von etwaigen Rahmenbedingungen zugesagt worden. In einem gemeinsamen Gespräch zwischen Kreisverband, Stadtverband und Landesverband sei jedoch entschieden worden, dass die lokalen Verbände weiterhin eigenständig bleiben, sagt Vogel.

Zum Ende des vorigen Jahres war der Vorstand im Kreisverband Saale-Holzland komplett zurückgetreten. „Aus Altersgründen, denn wir sind alle 65plus“, erklärt Vogel. Um die Gespräche mit den Jenaern führen zu können, hatte der alte Kreisvorstand die Geschäfte zunächst kommissarisch weitergeführt. Da diese für die Saale-Holzländer ergebnislos blieben, sei nun wieder ein Vorstand gewählt worden, dem die bisherigen Mitglieder angehören. Bis zum Jahr 2022 wollen sie den Kreisverband führen, dann müsse aber ein Generationenwechsel kommen, hoffen die Vorstandsmitglieder.

Eine gute Nachricht konnten sie nach ihrer Wahl noch verkünden: Der Verband wird dank einer Förderung von der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaates Thüringen mbH (GfAW) für weitere drei Jahre einen sehenden Mitarbeiter haben, der die Arbeit im Verbandsbüro in Hermsdorf unterstützt. Der sehende Mitarbeiter wird weiterhin Marko Noffke sein, der mit einer Förderung bereits von 2016 bis jetzt für den Kreisverband aktiv gewesen ist.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.