Sieben-Millionen-Investition: Richtfest für die "Sparkassen-Arena

Die einen wollen eine Multifunktionsarena, die anderen eine Basketball-Halle. "Gesiegt" haben wohl die letzteren. Sie bekommen jedoch nicht nur eine Halle, sondern eine ganze Sparkassen-Arena. Und die ist quasi eine Multifunktionshalle, von der die ersteren noch träumen.

Beim Richtfest: Erhard Bükkemeier/Sparkassen-Vorstand, OB Albrecht Schröter, Geschäftsführer Lars Ebeling mit Sohn Miklas, Trainer Björn Harmsen (von links).
Foto: Frank Döbert

Beim Richtfest: Erhard Bükkemeier/Sparkassen-Vorstand, OB Albrecht Schröter, Geschäftsführer Lars Ebeling mit Sohn Miklas, Trainer Björn Harmsen (von links). Foto: Frank Döbert

Foto: zgt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Jena. Sie soll nämlich ein Ort der ­Kongresse, der Wirtschaft und natürlich der Kultur sein. Gestern wurde am Standort der ­Halle in Burgau nach halbjähriger Bauzeit Richtfest gefeiert.

Lars Ebeling, Geschäftsführer der Jenarena GmbH & Co. KG sowie von Science City Jena, außerdem Motor des Vorhabens, äußerte sich lobend über die enge Partnerschaft zwischen dem Verein, den Gesellschaftern, der Sparkasse und der Stadt. Sie alle hatten nach ermüdendem Für und Wider das Projekt gemeinsam auf den Weg gebracht. Dieses wird insgesamt etwa sieben Millionen Euro kosten. Sowohl die Gesellschafter als auch die Baufirmen, darunter Bilfinger, Streicher und als Planer IBA, kämen aus Jena bzw. der Umgebung, so dass das Geld in der Region verbleibe. Die wichtigste Säule des Betreiberkonzeptes stellten natürlich die Basketball-Spiele dar, doch, so sei es vertraglich vereinbart, werde es pro Jahr noch 30 Veranstaltungen anderen Charakters geben. Lars Ebeling: Es gebe genügend Bands, die in dieses Segment bis 4000 Besucher passten. Er kann sich auch die Toten Hosen vorstellen oder AC/CD, aber dafür sei die Halle wahrscheinlich doch zu klein. Im Hinblick auf Konzerte werde die Halle mit ausreichendem Schallschutz ausgestattet, ver­sicherte er. Der Faktor Wirtschaft: In der Halle wird künftig Jenas Baumesse der Firma Messe-Konzept Christina Längle stattfinden, die man für zehn Jahre vertraglich habe binden können. Darüber hinaus solle es noch eine zweite Industrie-Messe geben.

Thema Kongresse und Tagungen: Hier könne ein breites ­Segment abgedeckt werden, denn die Arena werde neben der Halle über einen Saal mit einer Kapazität von 400 Personen verfügen. Schließlich müssten die Jenaer Aktiengesellschaften mit ihren Hauptversammlungen künftig nicht mehr nach Weimar ausweichen, auch dafür sei die Halle ausreichend groß. Darauf machte Heiner Schaumann als einer der Gesellschafter aufmerksam. Die Stadt habe sich mit ihrer Beteiligung (sie zahlte einen Baukostenzuschuss) von ihrer sportlichen Seite gezeigt.

OB Albrecht Schröter zeigt sich nicht nur beeindruckt von der Größe der Halle (4000 Quadratmeter), sondern auch davon, dass nach sechs Jahren der Diskussion nun doch so schnell eine "Multifunktionshalle" errichtet wird. Das Reizwort bedurfte jedoch der mehrfachen Wiederholung, ehe es richtig zündete. Das Modell der Partnerschaft von Privaten und der öffentlichen Hand sei jedenfalls für ähnliche Projekte in der Stadt zu empfehlen, so der OB. Für Details, sagte er zur OTZ, sei es aber noch zu früh.

Lars Ebeling und Heiner Schaumann nahmen den Ball auf, indem sie dafür plädierten, ein reines Fußballstadion zu bauen, eine Multifunktionshalle hingegen, so sie kommen sollte, im Stadtzentrum.

Zunächst aber die Sparkassen-Arena: Die verfügt bereits über eine gleichnamige Straßenbahnhaltestelle (bisher "Gleisdreieck"). Bis Jahresende soll die Kreuzung am Burgaupark umgebaut und die Halle eine 300 Meter lange Zufahrtsstraße erhalten. 250 Stellplätze gibt es auf dem 10 000 Quadratmeter großen Arena-Grundstück, weitere 1000 stellt der Burgaupark zur Verfügung.

Die Premiere ist fest eingeplant für den 5. Januar 2014: mit dem Thüringenderby der ­Science City gegen ihre Gothaer Kontrahenten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren