Stammtisch in Pößneck will Freude an der Imkerei fördern

Pößneck  In Pößneck hat sich mit dem neuen Jahr ein Imkerstammtisch gegründet

Kinder bestaunen Bienen auf noch honigwarmen Waben. Foto: Hartmut Bergner

Kinder bestaunen Bienen auf noch honigwarmen Waben. Foto: Hartmut Bergner

Foto: zgt

Er soll grundsätzlich jeweils am letzten Freitag eines Monats ab 19 Uhr in der Gaststätte Zur Erholung in der Jenaer Straße stattfinden. Und so kam es am Freitag zum ersten Treffen, zu dem sich über­wiegend gestandene Imker einfanden, dreizehn an der Zahl.

Ein Treffen für Naturfreunde

Volker Radig und Hartmut Jacob, sie hatten die Idee des Stammtisches und organisieren die Treffen, sehen in dieser 13 eine Glückszahl. „Es ist ein guter Anfang und wir gehen davon aus, dass über die Zeit noch weitere Menschen, die sich für die Bienen und ihren Nutzen interessieren, zu uns stoßen werden“, kommentierte Hartmut Jacob.

Die Idee hinter diesen Treffen ist es, verschiedene Leute an einen Tisch zu bringen: Imker, egal ob und wo in einem Verein organisiert; an der Imkerei Interessierte; Nutznießer eines guten und gesunden Bienen­bestandes wie Kleingärtner, Obst- und Gemüsebauern; Naturfreunde schlechthin also.

„Der Erfahrungsaustausch ist mehr wert als Bücherwissen“, rief am Freitagabend einer der Teilnehmer in die Runde, und dies bewies sich sofort: Selbst Bienenhalter, die seit Jahrzehnten dem Hobby nachgehen, suchten beispielsweise zum Umgang mit neuen Materialien und zur Krankheitsbekämpfung Rat bei anderen Kollegen.

Brigitte Schmidt setzte sich mit ihrem Mann in die Runde und nahm jede Information auf. Ihr Vater war schon Bienenzüchter und so ist sie mit den nützlichen Insekten aufgewachsen. Nachdem ihr im vergangenen Jahr zu wenig Bienen durch die blühenden Obstbäume geflogen sind, legte sich die Pößneckerin im Herbst selbst Bienen zu. Das war wohl der falsche Zeitpunkt, denn sie muss in diesem Jahr nochmals von vorn beginnen. Volker Radig hat seine Hilfe und Unterstützung bereits zugesagt. Nach einem Fehlschlag sollte es klappen, denn ernsthaftes Imkern kostet nicht nur Zeit und Geld, es soll vor allem Spaß machen, hieß es. Brigitte Schmidt lässt sich jedenfalls nicht entmutigen. „Ich möchte wieder mehr Bienen fliegen sehen und freue mich, wenn sie mit ihren Pollenhöschen zurück kommen“, erklärte sie.

Seit einigen Jahren steigt in Deutschland die Zahl der Hobby-Imker, vor allem in den Großstädten. Aber auch in Thüringen ist ein positiver Trend erkennbar, beispielsweise sind die ersten Anfängerkurse 2016 des Landesverbandes Thüringer Imker schon ausgebucht.

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