Team aus Region Greiz für guten Zweck nach Afrika unterwegs

7200 Kilometer, zwei Kontinente und sieben Länder in nur drei Wochen. Die Freunde Alexander Bartsch (28), Sebastian Schneider (30) und Karsten Dornheim (29) haben sich auf das Abenteuer Afrika eingelassen.

Die Freunde Alexander Bartsch (28), Sebastian Schneider (30) und Karsten Dornheim (29) haben sich auf das Abenteuer "Afrika" eingelassen. Im Zuge der "Rallye Dresden-Dakar-Banjul" gehen die drei mit einem 18 Jahre alten VW-Bus auf große Fahrt. (Foto: Anja Rohleder)

Die Freunde Alexander Bartsch (28), Sebastian Schneider (30) und Karsten Dornheim (29) haben sich auf das Abenteuer "Afrika" eingelassen. Im Zuge der "Rallye Dresden-Dakar-Banjul" gehen die drei mit einem 18 Jahre alten VW-Bus auf große Fahrt. (Foto: Anja Rohleder)

Foto: zgt

Kleinreinsdorf/Neumühle. Im Zuge der Rallye "Dresden-Dakar-Banjul" gehen die drei mit einem 18 Jahre alten VW-Bus auf große Fahrt. Und das Wichtigste dabei: Mit dieser Wohltätigkeits-Rallye wird den Menschen in Afrika geholfen.

Seit 2006 organisiert der Verein Breitengrad dieses Rennen. Zweimal im Jahr starten bis zu 50 Teams in Dresden und machen sich auf den langen Weg nach Banjul, der Hauptstadt Gambias. Ziel ist nicht die Schnelligkeit, sondern die Hilfe für Afrika. So werden am Ende in Banjul die Fahrzeuge der Teams für einen karitativen Zweck versteigert. Der Erlös geht an verschiedene Hilfsprojekte in Gambia. Außerdem bringen die Teams in ihren Fahrzeugen zahlreiche Hilfsgüter wie Schulutensilien, Spielsachen und Medikamente mit, die sie während der Fahrt, vor allem an Kinder, verteilen.

Anfang März fällt der Startschuss für das aus Kleinreinsdorf und Neumühle stammende Team "Drive-of-our-life". Die erste Etappe geht quer durch Europa bis zur Straße von Gibraltar. Von dort aus setzen alle Teams mit der Fähre über und erst hier beginnt wohl das eigentliche Abenteuer. Das Land wird weiter, die Straßen unwegsamer, die Hitze unerträglich. "Duschen gibt es nur in den großen Städten", sagt Alexander Bartsch. Doch das ist nebensächlich, denn genau das macht den Trip aus. Größte Herausforderung wird die Strecke durch die Sahara sein. Und über Dakar geht es weiter bis nach Banjul, wo es eine große Willkommensparty gibt.

Die Idee für die große Tour kam im letzten Sommer auf. "Ich habe damals einen Bericht im Fernsehen gesehen", erzählt Karsten Dornheim, "und dann hat mich der Gedanke nicht mehr losgelassen". Schnell waren auch die beiden anderen langjährigen Freunde überzeugt. Im Oktober folgte dann der Kauf des VW-Busses. 330 000 Kilometer hatte dieser bereits auf dem Buckel, doch ist ideal für eine derartige Unternehmung.

Danach gab es kaum mehr ein freies Wochenende. Es wurde geschraubt, gebastelt, repariert und umgebaut. "Wir mussten ihn schließlich wüstentauglich machen", erzählt Sebastian Schneider nicht ohne Stolz auf das Ergebnis. Der Bus musste höher gelegt werden, ein verstärkter Unterboden wurde angebracht und auch eine selbstgezimmerte Liegefläche aus Holz bauten die drei. "Eigentlich viel zu schade zum Weggeben, aber für einen guten Zweck", bemerkt Alexander Bartsch mit einem Hauch von Wehmut.

Neben den vielen Arbeitsstunden steckt eine Menge Geld in dem Projekt. Es fallen Kosten für Anschaffung und Reparatur des Busses an. Auch die Startgebühr, Visa, Impfungen und der Rückflug müssen aus eigener Tasche bezahlt werden. Einen weiteren Anteil der Kosten nimmt der Kraftstoffverbrauch ein. "Zwar haben wir durch einige lokale Firmen bereits Sach- und Geldspenden erhalten, aber wir sind für jede Hilfe dankbar", so Karsten Dornheim. Die Sponsoren können sich mit einem Aufkleber auf dem Bus präsentieren. "Wir hoffen, noch genügend Helfer zu finden, um nicht nur einen Teil der Kosten abzudecken, sondern noch jede Menge Spendengelder der Hilfsorganisation vor Ort überreichen zu können", heben die drei noch einmal hervor.

Auch Campingausstattung und Werkzeug bleiben mitsamt dem Bus in Afrika, denn die Rückreise treten die Freunde nur mit Rucksack an. Sie werden jedoch Unmengen unvergesslicher Erinnerungen mit nach Hause nehmen. Nicht umsonst lautete ihr Team-Name "Drive-of-our-life" – Fahrt unseres Lebens.

Mehr zum Abenteuer Afrika

Zu den Kommentaren