Überraschung für die "Gänseblümchen" in Dothen

Familie, die nicht genannt werden will, spendet Geld für den Kindergarten der Gemeinde. Damit kann ein neues Projekt gestartet werden.

Das Spinnen-Thema befindet sich bereits in der intensiven Vorbereitung. Foto: Oliver Will

Das Spinnen-Thema befindet sich bereits in der intensiven Vorbereitung. Foto: Oliver Will

Foto: zgt

Dothen. In der Kita Gänse­blümchen in Dothen herrschte am Dienstag großer Trubel. Und das nicht nur, weil dort kleine Prinzesinnen, Piraten und Engel Karneval feierten.

Mitten in der Party kam auch Ortsteilbürgermeister Ronny Albrecht (LL/BV/BI) mit einer Kiste Pfannkuchen unterm Arm und einem kleinen Umschlag voller Geld. "Es stammt von einer Familie, die auch einmal ein Kind hier im Kindergarten hatte, aber nicht genannt werden will", erklärte Ronny Al­brecht. Die Spende komme für die Kita, die sich kürzlich auch über 100"Euro von Dachdeckermeister Volkmar Götze aus Tünschütz und 50"Euro von Familie Treffer aus Mertendorf freuen konnte, gerade recht. "Hier ­haben sie auch eine Menge vor", so der Ortsteilbürgermeister.

Von den Spenden sei bereits eine Holzeisenbahn angeschafft worden, erklärte Kita-Leiterin Kathrin Symalla. Zudem sei vorgesehen, einen Teil des Geldes für die Anschaffung von großen Softbausteinen zu verwenden. "Die sind immer ziemlich teuer." Vor allem aber sollen ein neues Mikroskop mit Beleuchtung und Becherlupen gekauft werden. Denn im Gänse­blümchen steht ein neues Projekt an: "Was kriecht, fliegt, krabbelt denn da?"

Dabei soll jeden Monat ein anderes kleines Tier aus der Um­gebung wortwörtlich unter die Lupe genommen werden. "Durch unsere Lage hier mitten im ländlichen Raum gibt es natürlich immer eine Menge zu ent­decken", so Kathrin Symalla. "Los geht es mit den Spinnen, das haben sich die Kinder gewünscht", sagte sie lachend. Die Eltern seien allerdings nicht alle so begeistert gewesen. "Aber Spinnen sind ja nichts Schlimmes, nur ein bischen ekelig", findet die Kita-Leiterin.

Im Projekt soll es unter anderem darum gehen, wie die Tiere aufgebaut sind, was sie fressen, ob sie nützlich sind. Dazu gibt es unter anderem auch eine kindgerechte Erzählung zum jewei­ligen Tier, Ausmalbilder und Zählübungen. "Zum ersten Thema haben wir auch schon ein Spinnenlied gefunden", verriet Kathrin Symalla. Und auch eine Klanggeschichte sei vorbereitet, in der die Kinder verschiedene Instrumente einsetzen können. Geplant sind auch Besuche in der Eisenberger Stadtbibliothek und im Phyletischen Museum in Jena.

Anregungen für die folgenden Themen gebe es in Garten und Wald - in den die Gänse­blümchenkinder bei besserem Wetter auch wieder regelmäßig gehen - genug, meint Kathrin Symalla. Marienkäfer und Bienen stünden bereits auf der Wunschliste. "Und wir werden sicher noch weitere Tiere finden." Zum Tag der offenen Tür im Sommer soll dann alles präsentiert werden, womit sich die Kinder bis dahin befasst haben.

"Wir freuen uns sehr über die Spenden und möchten uns dafür bedanken", sagte Kathrin Symalla. Ganz unabhängig von der Höhe ermöglichten sie Neu­anschaffungen und die Weiterentwicklung der Angebote. "Dabei soll natürlich weiterhin die Natur im Mittelpunkt stehen", so die Kita-Leiterin.

Derzeit werden im Gänseblümchen 19 Kinder von vier Erzieherinnen betreut. Für dieses Jahr gebe es bereits drei Anmeldungen, dennoch seien weitere möglich. "Alle Eltern, die daran interessiert sind, ihr Kind zu uns zu bringen, sind herzlich eingeladen, mal hier reinzuschnuppern", sagt Kathrin Symalla.

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