Zeulenroda-Triebes: 19 000 Euro für krebskranke Kinder erlaufen

Zeulenroda-Triebes  Zum 6. Spendenlauf kamen Teilnehmer aus ganz Deutschland.

Die Organisatoren Jeanette Völker und Uwe Hager waren im Waldstadion immer an Ort und Stelle.

Die Organisatoren Jeanette Völker und Uwe Hager waren im Waldstadion immer an Ort und Stelle.

Foto: Janine Friedrich

Schon um 6 Uhr fiel der Startschuss zum sechsten Spendenlauf im Zeulenrodaer Waldstadion. Den löste die prominente Radsportlerin Hanka Kupfernagel für die 55 Kilometer lange Radstrecke aus. Eine von zehn Strecken in den Sportarten Radsport, Laufen, Walken und Wandern.

„Jeder, der die Möglichkeit hat, kann mit Sport etwas Gutes tun, denn alle Startgebühren gehen in voller Höhe an die Elterninitiative für krebskranke Kinder Jena (EKK)“, sagte Jeanette Völker, die zusammen mit Uwe Hager den Benefizlauf organisierte. Gekommen waren etwa 700 Besucher und Sportler. Am Ende kamen 19 000 Euro zusammen. Das war die Summe der Startgelder für den Spendenlauf. „Der Erlös dieser Benefizveranstaltung ist unser weiterer Beitrag für den Bau des Hauses ‚EKKstein‘ als Domizil der EKK, das in direkter Nachbarschaft zur Kinderkrebsstation der Uniklinik Jena gebaut wird“, sagt Völker.

Der gute Zweck trieb die Teilnehmer aus Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen, Bayern, Berlin, Hamburg und Nordrhein-Westfalen zu Höchstleistungen an. Im Stadion konnten das die Sportler direkt mit freien Spendenrunden umsetzen, angespornt von den Angehörigen und von Uwe Hager, der als Stadionsprecher informierte und motivierte. Mit je einer gelaufenen Runde spendete man 50 Cent.

Der Jenaer Thomas Tettenborn kam mit seinen Arbeitskollgen aus Weimar. Er ­erkämpfte mit 72 Runden 36 Euro für krebskranke Kinder.

Da die Spendenrunden auch für behinderte Menschen geeignet sind, kam Holm Staude aus Leipzig nach Zeulenroda, um seine Runden zu drehen. Der Rollstuhlfahrer ließ den Rolli stehen und lief mit Krücken seine Spendenrunden und feierte sich im Anschluss schreiend mit hochgestreckter Krücke.

Bei der Teamwertung, bei der die Einzelstrecken von mindestens drei und maximal vier Teilnehmern zusammengezählt wurden, belegte das Team Bauerfeind mit 210 Kilometern den ersten Platz, gefolgt vom Judo-Sport-Verein (JSV) Auma (190 Kilometer). Auch auf den zweiten Platz kam das Team „Edelweiß“, zum dritten Mal in Folge in diesem Wettbewerb. Platz drei belegte „Serimed I“ - mit 175 Kilometern, die im letzten Jahr bereits den dritten Platz belegten. Die sportlichste Familie wurde Familie Höfer aus Kirschkau (148 Kilometer), auch sie gewann schon zum dritten Mal. Der zweite Platz ging zum dritten Mal in Folge an Familie Hannig/Ludwig aus Triebes mit 111 Kilometern. Familie Richter aus Langenbach (79 Kilometer) erkämpften sich Patz drei.

Am Tag des Spendenlaufes kommen natürlich auch alle kleinen Teilnehmer und Gäste auf ihre Kosten. Die beliebte ­Aktion „Mal ganz anders“, bei der die Kleinen wie schon im vergangenen Jahr mit bunten Farben zwei Autos bemalen können, fand auch diesmal wieder statt. Das Integrative Spielmobil machte Station und hielt auch Spiel- und Bastelaktionen bereit. Das Zeulenrodaer ­Orthopädie- und Sanitätshaus Serimed bot eine spezielle ­Gefäßalter-Untersuchung an. An der Station des Deutschen Roten Kreuzes Kreisverband Greiz konnten die Sportler ihren Blutdruck messen lassen und sich von Physiotherapeutin Fanny Zacharias massieren ­lassen.

„Ein besonderer Dank der Organisatoren geht an die Unterstützer, die unzähligen ehrenamtlichen Helfer vor und hinter den Kulissen, an das DRK für die medizinische Versorgung und die Feuerwehren Stelzendorf, Zadelsdorf und Silberfeld“, so die Organisatoren.

Janine Friedrich über einen besonderen Lauf

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.