Leinefelder Märtensteich wird zur Festwiese

Leinefelde  Die Leinefelder Lämmerschwänze feiern im Festjahr „50 Jahre Stadtrecht“ ein rauschendes 25. Stadtfest in traumhafter Kulisse.

Dirk Fürstenberg unternahm mit seiner Drohne einen abendlichen Flug über das Stadtfestgelände am Märtensteich in Leinefelde.

Dirk Fürstenberg unternahm mit seiner Drohne einen abendlichen Flug über das Stadtfestgelände am Märtensteich in Leinefelde.

Foto: Dirk Fürstenberg

Dass die Seebühne in diesem Jahr trotz aller Anstrengung nicht funktioniert hat, war ein kleiner Wermutstropfen beim 25. Stadtfest in Leinefelde. Aber nur ein klitzekleiner. Kurz vor dem Fest hatten einige rechtliche und statische Hürden diesem Plan einen Strich durch die Rechnung gemacht. Auch die Wetterlage der vergangenen ­Tage mit einem hohen Gewitterrisiko wog nicht gerade leicht. Die Sicherheit ging einfach vor. „Ach was“, winkte Altbürgermeister Gerd Reinhardt am ­Freitagabend bei der Eröffnung ab. „Das Pontonproblem ist keins, die Leinefelder können schwimmen.“

Gerade im Jubiläumsjahr „50 Jahre Stadtfest“ nutzten Reinhard und auch Bürgermeister Marko Grosa (CDU) die Gelegenheit, auf das Geschaffte hinzuweisen. Thema war auch kurz die Landesgartenschau 2024. Die Stadt Heilbronn verfolge ein ähnliches Konzept wie Leinefelde-Worbis. Und Gerd Reinhardt wusste, wovon er sprach, mehr als die Hälfte der 50 Jahre, die Leinefelde nun alt ist, hat er Verantwortung mitgetragen. Und dann gab es für alle erst einmal einen ordentlichen Leine-Schnaps, bevor die Band Endlos das Publikum musikalisch in die Nacht trug.

Samstagabend ging es bei wunderbarem Wetter an Märtensteich weiter. Tausende Gäste tummelten sich auf dem Rummelplatz und der Festwiese, um der Band Princess Jo zuzuhören und dann das große Feuerwerk zu sehen und mit reichlich Applaus zu bedenken. Das zeigte erst eine sprühende „25“ und dann fast eine Viertelstunde einen atemberaubenden bunten Nachthimmel.

Dass es am Sonntag nun ausgerechnet regnete, tat der Stimmung allerdings keinen Abbruch. Der Festgottesdienst wurde kurzerhand von vor der Obereichsfeldhalle in sie hinein verlegt, der riesige Ochse drehte schon munter am Spieß seine Runden. Und dann brauchte Ortsteilbürgermeister Dirk Moll nur drei Schläge, um das Festbier anzustechen. Gleich mehrere Fässer Freibier gab es dieses Mal – an jedem der vereinsbetriebenen Getränkestände eines. Die Karnevalisten hatten ihren Stand kurzerhand „Zum Hügelblick“ getauft, er stand auf einer kleinen Anhöhe.

Nicht nur die Kallmeröder Blasmusikanten unterhielten ihre Gäste vortrefflich, auch der Kulturraum Eichsfeld mit der amerikanischen Sängerin Sanna verbreitete gute Stimmung. Sechs Drehorgelspieler sorgten noch für eine Überraschung, genau wie die Tour der Herzen, die dem Stadtfest einen Besuch abstattete. Nicht zuletzt ging es auch bei der Feuerwehr mit ihrem Schautag mächtig rund.

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