Blühende Natur auf Ausgleichsfläche im Plothener Teichgebiet

Dreba/Plothen  Wiederherstellung von Lebensräumen und Habitatmanagement im Teichgebiet. Wiese als blütenreiches Kleinod entwickelt.

Eine artenreiche Blühfläche entsteht bei Volkmannsdorf.

Eine artenreiche Blühfläche entsteht bei Volkmannsdorf.

Foto: Jürgen Auerswald

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„Für Mensch und Natur“, so überschreibt Jürgen Auerswald vom Naturschutzbund (Nabu) Arbeitskreis Teichgebiet Dreba-Plothen eine Mitteilung bezüglich einer neu entstandenen Blühfläche bei Volkmannsdorf. Denn „Menschen an die Natur heranzuführen ist ein großes Anliegen des Naturschutzbundes.“ Mit Exkursionen, Umweltbildungsaktionen oder Vorträgen würden Themen der Landschaftspflege und des Artenschutzes auf vielfältige Art und Weise Erwachsenen und Kindern vermittelt.

Ebenso wichtig wie die Naturbildung sei der Erhalt und besonders die Wiederherstellung beeinträchtigter Lebensräume im Teichgebiet Dreba-Plothen. Nach jahrelangem Stillstand komme es nun auf Drängen des Nabu zur Aufwertung eines ehemaligen Ackers, welche im Rahmen des Autobahnausbaus als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme der A 9 (VKE 541/3) bei Volkmannsdorf im damaligen Planungsverfahren bindend festgestellt wurde.

Entwicklungsziel ist die Herstellung und nachhaltige Sicherung von artenreichem Feuchtgrünland, welches sich zu einem blütenreichen Kleinod entwickeln soll. Durch die Ausbringung gebietsheimischen Saatguts im vergangenen Jahr konnte bereits wenige Monate später eine blütenreiche Fläche bestaunt werden. Durch die Agrofarm Knau erfolge die extensive Bewirtschaftung und weitere Pflege des Grünlands zur ökologischen Aufwertung. In den kommenden Jahren wird diese Wiese Nahrung und Lebensraum für Wildbienen, Schmetterlinge, Vögel und viele andere Tiere bieten. Die erwartete Besiedlung des Lebensraums durch die Feldlerche, Vogel des Jahres 2019, sowie weiterer Wiesenvögel zur Brutzeit oder Nahrung suchender Durchzügler soll durch eine fachliche Kartierung dokumentiert werden. „Diese Artengruppe zeigt ­landesweit die größten Bestandsrückgänge“, verdeutlicht Auerswald.

Durch ein entsprechendes Habitatmanagement sollen zur Bewahrung der biologischen Vielfalt in dem bedeutenden Flora-Fauna-Habitat weitere Maßnahmen folgen.

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