Brehmhonig aus Renthendorf

Renthendorf  An der Gedenkstätte steht jetzt ein Lehrbienenstand.

Eine Biene auf einer Sonnenblume.

Eine Biene auf einer Sonnenblume.

Foto: Angelika Schimmel

Seit geraumer Zeit schon ist ein emsiges Summen oberhalb des alten Brehmhauses in Renthendorf zu hören. Haben doch Elke und Bernd Woker aus Neuengönna in Abstimmung mit dem Brehm-Förderkreis und der Gedenkstätte auf einem dem Förderkreis gehörenden Gartengrundstück einen Lehrbienenstand mit acht Völkern aufgestellt.

„Wir wollten einfach einen Bogen von den Bienen zu den Vögeln und damit zu den Brehms spannen“, sagte Imkermeisterin Elke Woker. So würden die Bienen dafür sorgen, dass Wildpflanzen bestäubt werden, deren Früchte wiederum die Nahrungsgrundlage für bestimmte Vogelarten seien. Zudem würden pro Bienenvolk im Jahr rund zwei Kilogramm toter Bienen anfallen, die ebenfalls gern von Vögeln gefressen werden. „Eine Arbeitsbiene wird etwa sechs Wochen alt, dann stirbt sie.“

Am Lehrbienenstand, den die Wokers in Eigeninitiative errichteten, wollen die Hobbyimker auf die Kreisläufe in der Natur aufmerksam machen, aber natürlich auch über das Leben der Bienen informieren. Gerade fertig geworden ist eine wabenförmig angefertigte Schaubeute. „Wenn man die Verkleidung abnimmt, kann man das komplette Bienenvolk hinter Plexiglas beobachten“, sagte Bernd Woker. Etlichen Mädchen und Jungen, die auf Klassenfahrt im Renthendorfer Schullandheim waren, habe man schon am Lehrbienenstand Wissenswertes über Bienen vermitteln können.

Sämtliche Führungen am Lehrbienenstand macht das Imker-Paar ehrenamtlich, zudem unterstützt man mit dem Verkauf von Brehmhonig die Gedenkstätte. „Pro verkauftem Glas Bienenhonig geht ein Euro an die Gedenkstätte“, freut sich der Leiter der Einrichtung, Jochen Süß.

Immerhin 40 Kilogramm Honig, so rechnen die Woker, könnten in Renthendorf in diesem Jahr geerntet werden. Dem Ehepaar ist wichtig, dass sie den Besuchern des Bienenstandes möglichst viel und anschaulich erklären. „Ich möchte viel über die Sinne machen“, sagt Elke Woker. Beispielsweise soll frischer Honig verkostet werden, bei dem man noch den Duft der Blumen riechen kann, oder die Imkermeisterin will Kinder eine Drohne in der Hand krabbeln lassen. „Die männlichen Bienen haben keinen Stachel.“

Beim Thüringer Imkerverband haben die Wokers nun um eine kleine finanzielle Unterstützung nachgefragt, um für 600 oder 800 Euro Informationalmaterial wie Poster, Plakate oder weitere Schautafeln anschaffen zu können. „Wir hoffen auf eine positive Antwort.“

An folgenden Terminen kann der Lehrbienenstand besucht werden: 27. August, Tag der offenen Tür im Schullandheim (10 bis 17 Uhr), und am 10. September, Tag des offenen Denkmals (10 bis 17 Uhr)

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