Drebaer fördert Vogelforschung in der Schweiz

Bisher ungeklärte Fragen zum Winterquartier der Teichrohrsänger und deren Zugwege will die Vogelwarte der Schweiz erforschen. Dabei wird sie von dem Ornithologen Jürgen Auerswald aus Dreba unterstützt.

Jürgen Auerswald, ehrenamtlicher Ornithologe im Arbeitskreis Dreba/Plothen des Nabu, hilft Vogelkundlern in der Schweiz. Foto: Uli Drescher/Archiv

Jürgen Auerswald, ehrenamtlicher Ornithologe im Arbeitskreis Dreba/Plothen des Nabu, hilft Vogelkundlern in der Schweiz. Foto: Uli Drescher/Archiv

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Dreba. Wissensdefizite bestehen darüber, ob Teichrohrsänger unterschiedlicher Populationen aus Europa im Winter in Afrika zusammentreffen und wo deren Lage der Überwinterungsgebiete ist. Bei größeren Vögeln werden zur Erforschung der Zugwege Satellitensender eingesetzt, die genau zu orten sind. Diese schweren Sender kommen für Kleinvögel nicht in Frage. Nun hat die Schweizer Vogelwarte so genannte Geolokatoren entwickelt.

Für das Projekt wurden vier Studienorte ausgewählt: in Südengland, Mähren, Ostbulgarien und das Teichgebiet Dreba. Nach einem Zusammentreffen der Vogelforscher wurden 30 dieser kleinen 0,6 Gramm leichten Geolokatoren übergeben. Diese besitzen einen Datenchip, der alle zwei Minuten die Lichtintensität speichert. So lassen sich die täglichen Zeitpunkte von Sonnenauf- und

-untergang bestimmen und letztlich der Aufenthaltsort des Vogels. Mit einer Schlaufenhose werden die Geräte angelegt. Bestückt wurden nur männliche Teichrohrsänger, da diese sehr ortstreu sind, wie bekannt ist. Nach hoffentlich zahlreicher Rückkehr der Vögel und Wiederfängen im kommenden Jahr werden die Chips wieder abgenommen.

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