Ein lehrreiches Waldabenteuer für Kinder aus Pößneck

Pößneck  Beim ersten Tag der diesjährigen Waldjugendspiele lernten 170 Kindergartenkinder aus Pößneck und Umgebung viel über Bäume und Tiere des heimatlichen Waldes. Heute und morgen sind Waldtage für 400 Grundschüler der 4. Klassen.

Finnja aus der Kita „Wirbelwind“ betrachtet staunend einen sehr echt wirkenden Waschbären.

Foto: zgt

Mit allen Sinnen haben 170 Mädchen und Jungen aus Kindergärten aus Pößneck und Umgebung gestern den Wald erlebt. An der Pößnecker Ratsberghütte wurden sie vom Pößnecker Revierförster Alexander Albrecht begrüßt und starteten in ein lehrreiches kleines Waldabenteuer.

Das jeweils mutigste Kind der Gruppe bekam eine Schatzkarte in die Hand und bestimmte, wo es lang ging. Auf einem fast zwei Kilometer langen Weg hatten die Akteure unter Leitung des Thüringer Forstamtes in Neustadt sechs Stationen für die Vorschulkinder aufgebaut.

Unter anderem konnten die Fünf- bis Siebenjährigen von einem kleinen Hochstand aus mit einem Fernglas in die Umgebung schauen und Tiere entdecken – einen Hasen und einen Fuchs, ein Eichhörnchen und ein Kaninchen, einen Waschbären und einen Eichelhäher. Es waren natürlich präparierte Tiere. Die meisten wurden von den Kindern schnell und richtig erkannt. Auch ein kleines Rehkitz war dabei, das unter einem Baum recht versteckt lag. „Wenn ihr wirklich mal ein Rehkitz im Wald liegen seht, dürft ihr es auf keinen Fall anfassen“, erklärte der Langenorlaer Revierförster Gerald Schmidt den Kindern. „Sonst nimmt es die Mutter nicht mehr an“, so Schmidt in kindgerechter Ausdrucksweise. Auch dass es tatsächlich Waschbären in den heimischen Wäldern gibt, lernten die Kinder und dass Waschbären praktisch alles fressen.

Unbedingt anfassen konnten die Kinder die Nadeln einer Fichte, die die Leiterin des Forstamtes Neustadt, Roswitha Leber, präsentierte. „Das sind kurze Nadeln, die in die Finger stechen“, erklärte sie. Fichten haben kurze Nadeln, Kiefern haben lange Nadeln, so die Amtsleiterin überzeugend.

Schmecken und aufessen durften die Kinder frische, junge Blätter einer Buche. „Das vergessen die Kinder bestimmt nicht“, war sich der Weißbacher Revierförster Maik Meißner sicher. Er stellte ihnen auch die Plüsch-Maskottchen Waldemar – einen Schwarzspecht – und Ludwig – eine Wildkatze – vor, bevor die Vorschulkinder beweisen konnten, dass sie mit selbst gebauten Angeln Blätter mit einem kleinen Haken erwischen und den richtigen Bäumen zuordnen konnten. In ihren Kindergärten hatten sie zum Thema Wald ebenfalls schon viel gelernt, informierten die Erzieherinnen.

Das Zielwerfen mit den Zapfen von Kiefern und Fichten gefiel den Abc-Schützen ebenfalls gut – und so konnten sie an der nächsten Station die riesigen Zapfen aus Holz auch sofort richtig zuordnen. Für einen gelungenen Waldtag sorgten insgesamt 12 Revierförster und Forstamtsmitarbeiter. Sogar das Wetter war perfekt.

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