Früherer Teich bei Plothen verwandelt sich in ein Biotop

Ein früherer Teich bei Plothen soll sich laut Naturschutzbund in ein Biotop verwandeln. Die Umwandlung des trocken gefallenen Teiches sei mittlerweile äußerst erfolgreich verlaufen.

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Plothen. Von Plothen kommend, Richtung Finkenmühle befindet sich zwischen Ackerland und Forstgebiet ein ehemaliger Teich. Eine Instandsetzung als Teich war, wie Jürgen Auerswald, Vorsitzender des Arbeitskreises Plothener Teichgebiet im Naturschutzbund, erklärt, wegen des fehlendes Zulaufwassers nicht möglich. Die Fläche hatte jedoch alle Voraussetzungen, hier einen besonders geschützten Biotop nach dem Thüringer Naturschutzgesetz zu entwickeln.

Zunächst seien deshalb die inzwischen aufgewachsenen Bäume und Erlenschösslinge entfernt und durch die jährliche Mahd und Beräumung weitere Nährstoffe entzogen worden. Die Umwandlung des trocken gefallenen Teiches ist mittlerweile äußerst erfolgreich verlaufen. Innerhalb von fünf Jahren hat sich das Artenspektrum verdoppelt. Mit der Sternsegge hat sich eine typische Art der Niedermoore etabliert. Außerdem konnten Borstgras, Geöhrtes Habichtskraut sowie die Zunahme von Torfmoosen und Sumpfveilchen festgestellt werden.

Damit gehört die Nass- und Feuchtwiese zu den artenreichsten Wiesen im Plothener Teichgebiet. Durch das unterschiedliche Teichbodenrelief sind nasse und trockene, magere und nährstoffreiche sowie niedrige und hochwüchsige Vegetationsstrukturen vorhanden, die von zahlreichen Schmetterlingen und Heuschrecken wie der besonders geschützten Sumpfschrecke genutzt werden.

Der Vorstandsvorsitzende der Dittersdorfer Landgenossenschaft, Klaus Amon, hat jetzt den bestehenden Pachtvertrag mit dem Nabu-Arbeitskreis erneut verlängert, damit dieses Kleinod weiterhin nachhaltig gepflegt und gesichert werden kann.

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