Große Verluste im Brutgeschehen im Teichgebiet Dreba

Naturschutzbund zieht erste Bilanz und schätzt 2013 als Störungsjahr in der Vogelwelt ein.

Bei den Rotmilanen gab es in diesem Jahr Brutverluste. Foto: Andrea Fricke

Bei den Rotmilanen gab es in diesem Jahr Brutverluste. Foto: Andrea Fricke

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Autor: Von Jürgen Auerswald

Dreba. Das Jahr 2013 hat sich als ein absolutes Störungsjahr in der Vogelwelt erwiesen.

Nachdem schon viele Vögel verspätet aus ihren Winterquartieren kamen, folgte zur Brutzeit, besonders im Mai und Juni, eine nasskalte Wetterperiode. Vor allem die kleinen Singvögel hatten darunter zu leiden, der Bruterfolg lag im Durchschnitt noch unter 50 Prozent. Meisen, Trauerschnäpper und Kleiber waren ebenso betroffen wie Mauersegler und Schwalben. Die Altvögel litten unter Futtermangel und die Nachkommen im Nest starben auch, vor allem wegen Unterkühlung.

Bei den Zweitbruten der Schwalben, die Wettersituation hatte sich verbessert, kamen einige wenige Nestlinge zum Ausfliegen. In den Nistkästen im Teichgebiet bei Dreba wurden bei Kontrollen über 40 Bruten mit Totalverlusten verzeichnet. Auch das Brutergebnis bei den Enten oder Bleßrallen lag weit unter den Zahlen der Vorjahre. Bei den Greifvögeln wie Rotmilan oder Schwarzmilan war die Situation ebenso drastisch, wie die vorliegenden Beringungszahlen beweisen. Nachtgreifvögel wie Eulen und Käuze setzten wegen Mäusemangel mit der Brut fast völlig aus. Auch der Erfolg bei den Höckerschwänen, von denen 13 Paare weniger zur Brut schritten, lag unter dem des vorigen Jahres.

Der Naturschutzbund weist darauf hin, dass solche Störungsjahre immer wieder mal vorkommen und deshalb kein Grund zur Panik bestehe. Die Natur schafft es in der Regel, in einigen Jahren diese Defizite wieder auszugleichen. Voraussetzung dafür sind aber intakte Lebensräume, in denen das nötige Nahrungsangebot für die Gefiederten zur Verfügung steht.

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