Hainbuchen an Kreisstraße zwischen Kauern und Kaimberg gepflanzt

Kauern  18 neue Hainbuchen stehen an der Kreisstraße 115 zwischen Kauern und Kaimberg und ergänzen das vorhandene Grün. Am Mittwoch wurde der letzte dieser Bäume ins Pflanzloch gesetzt.

Die letzte der 18 Hainbuchen wird ins Pflanzloch gesetzt: Von links: Birgit Luhn, Landesgeschäftsführerin der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Thüringen, Jochen Eidner, Abteilungsleiter vom Landratsamt Greiz, Dirk Fuchs vom Forstamt Weida, Oliver Schreiber Foto: Christiane Kneisel

Foto: zgt

Nach einer langgestreckten Kurve der Kreisstraße 115 zwischen Kauern und Kaimberg leuchten die stützenden Holzpfähle schon von Weitem und weisen auf den neuen Bewuchs am Straßenrand hin: 18 junge Hainbuchen säumen nun diese Straße. Am Mittwoch wurde die Pflanzaktion der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Greiz abgeschlossen, der letzte Baum kam ins Pflanzloch.

„Aus Verkehrssicherheitsgründen verschwinden etliche Alleen. Wir setzen uns seit vielen Jahren für ihre Erhaltung in Thüringen ein. Uns ist es wichtig, mehr Grün an die Straßen zu bringen, was aber nicht ganz einfach ist. Im vergangenen Jahr schrieben wir das Greizer und das Altenburger Landratsamt an, stellten eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Alleen vor und fragten, wie und wo wir an Straßen wieder mehr Begleitgrün bringen könnten“, erzählt Birgit Luhn, Landesgeschäftsführerin der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Thüringen, vor Ort. Während Altenburg noch beim Suchen von geeigneten Standorten sei, habe Greiz sehr rege Vorschläge gemacht.

„Die Wahl der Baumsorte haben wir dem Landratsamt überlassen“, so Luhn. Die Wahl fiel auf einheimische Hainbuchen, die gut ins Landschaftsbild passen, recht widerstandsfähig sind und sich für den hiesigen Boden eignen. Die Bäume stehen außerhalb des Sicherheitsbereiches der Straße, mit einem Abstand von rund vier Metern zur Fahrbahn.

Die Agrargenossenschaft Kauern, der die angrenzenden Flächen gehören, schlug den Baum-Standort mit vor und segnete ihn ab. „Wenn, dann passen sie hierher“, so Klaus-Jürgen Plötner, Vorsitzender der Agrargenossenschaft. Wobei er persönlich Alleen eher kritisch sieht: „Unsere Autos machen wir immer sicherer. Unsere Straßen auch. Alleen sehe ich daher eher kritisch. Hecken finde ich gut.“

In diesem Jahr hat die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) im Landkreis Greiz insgesamt 88 Bäume gepflanzt, nicht nur an Kreisstraßen. Im April beispielsweise wurden 30 Hochstämme regional typischer Kirschsorten als Lückenbepflanzung zur Vervollständigung der Kirschbaumreihe am Weg Daßlitz-Nitschareuth gesetzt. „Dort konnten sogar schon im Sommer die ersten Kirschen geerntet werden“, erzählt Birgit Luhn. Gleichfalls im April wurde die Allee an der Kreisstraße 105 ab Kreisgrenze in Richtung Hirschfeld vervollständigt – hier mit 14 Hochstämmen Eberesche/Vogelbeere und sechs Hochstämmen der Apfelsorte „Gravensteiner“. 12 Sandbirken und acht Hochstämme vom Wildapfel gibt es seit November an der Kreisstraße 516 in Richtung Paitzdorf, womit die bestehende Allee ergänzt wurde.

„Wenn das Landratsamt 2016 noch weitere Standorte findet, können wir auch gern weitermachen“, ist Birgit Luhn sicher.

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