Mit Geschicklichkeit und Wissen durch den Wald in Waldhaus bei Greiz

Waldhaus  In einer Zeit, in der Computer und Smartphone immer mehr das Tagesgeschehen bestimmen, ist es wichtig, Kinder für die Natur zu sensibilisieren. Dies geschah bei den 20. Waldjugendspielen in Waldhaus.

Am Mittwoch fanden zum 20. Mal die Waldjugendspiele in Waldhaus statt. Schwierig wurde es bei Station 12. Dort balancierten die Schüler der 4b Münchenbernsdorf zusammen über einen Baumstamm. Foto: Melanie Riedel

Foto: zgt

Ungefähr 250 Schüler aus 13 Schulklassen des Landkreises Greiz stellten sich gestern auf 15 Stationen den Aufgaben der 20. Waldjugendspiele in Waldhaus. Dabei waren beispielsweise vierte Klassen aus Greiz, Weida, Mohlsdorf, Triebes und Brahmenau.

„Die Kinder müssen auf einer circa 2,5 Kilometer langen Runde durch den Wald 15 verschiedene Aufgaben lösen. Sie müssen Wissen mitbringen, bekommen aber auch Wissen vermittelt. Es ist also ein Geben und Nehmen. Auch Geschicklichkeit ist gefragt. Die Veranstaltung ist für die Kinder so interessant, weil es etwas anderes ist, als nur auf der Schulbank zu sitzen“, erzählte Oberforstrat Michael Herrmann.

Durchgeführt wird das Projekt vom Thüringen-Forst in allen 24 Forstämtern des Freistaats. Für die Waldjugendspiele in Waldhaus war das Forstamt Weida zuständig.

Nach und nach trafen am Mittwochmorgen die vierten Klassen aus dem Landkreis Greiz in Waldhaus ein, um an den Waldjugendspielen teilzunehmen. Auch die Klasse 4 b der Grundschule Münchenbernsdorf war mit Klassenlehrerin Antje Baumgartl dabei und wurde auf ihrem Weg durch den Wald begleitet von Hans-Konrad Schlupp, der ihnen zwischen den Stationen immer wieder viel Nützliches und Wissenswertes über den Wald erzählte.

Bei den 15 verschiedenen Stationen stand dann das Erkennen von Bäumen anhand ihrer Blätter und Äste auf dem Programm. Des Weiteren mussten die Kinder Dinge des Waldes ertasten, über Baumstämme balancieren, Zapfen in ein Ziel werfen und aufzählen, welche Gefahren Müll im Wald für Tiere und Menschen birgt. Auch ein Waldmemory durfte nicht fehlen, bei dem die Kinder sich Gegenstände merken und diese im Wald finden mussten. Es wurden zudem Pilze und Tiere von den Kindern bestimmt.

Beim biologischen Forstschutz, Station 9, mussten die Schüler Schädlinge und Nützlinge des Waldes unterscheiden. Sigrid Zimmermann, Klassenlehrerin der vierten Klasse der Grundschule Mohlsdorf, freute sich über das Interesse ihrer Schüler. „Sie wussten wirklich Bescheid und haben konzentriert die Aufgaben gelöst“, so Zimmermann.

Über eine Rekordzeit von 3,18 Minuten konnten sich die Viertklässler aus Triebes beim Weitergeben von Baumscheiben freuen. Dabei mussten sie auf Baumscheiben stehend immer die letzte Scheibe nach vorn reichen, um auf diese Weise die Ziellinie zu erreichen.

„Als meine Generation in dem Alter war, waren wir ständig draußen. Aber heute verbringen die Kinder viel Zeit an Computern. Es ist unsere Aufgabe sie für die Natur zu sensibilisieren. Die Waldjugendspiele bieten dafür eine gute Möglichkeit“, sagte Hans-Konrad Schlupp.

Nach der Runde durch den Wald warteten verschiedene Spielangebote sowie Essen und Trinken auf die entkräfteten Kinder. Finanziert wurde dies über verschiedene Sponsoren.

Bei der Siegerehrung konnten sich die Grundschule Ronneburg über den dritten und die Grundschule Mohlsdorf über den zweiten Platz freuen. Gewinner des Tages wurde die Klasse der Grundschule Triebes. Die weiteren zehn Teilnehmer teilten sich Platz 4.

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