Ohrdrufer Wölfin hat wieder Mischlingsnachwuchs

Ohrdruf  Auf dem Bundeswehrübungsplatz Ohrdruf sind mehrere Welpen fotografiert worden. Experten vermuten, dass es sich wieder um Wolf-Hund-Hybride handelt.

Dieses Bild einer Fotofalle wurde im Oktober 2017 aufgenommen. Nun sollen erneut Wolf-Hund-Hybride auf dem Bundeswehrübungsplatz zur Welt gekommen sein.

Dieses Bild einer Fotofalle wurde im Oktober 2017 aufgenommen. Nun sollen erneut Wolf-Hund-Hybride auf dem Bundeswehrübungsplatz zur Welt gekommen sein.

Foto: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben/dpa

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Thüringens bisher einzige nachweislich standorttreue Wölfin hat wieder Mischlingsnachwuchs bekommen.

Eine Aufnahme aus einer in ihrem Revier auf dem Bundeswehrübungsplatz Ohrdruf platzierten Fotofalle zeigt drei Welpen, zwei schwarz, einer grau. Die Jungtiere ähneln nach Angaben des Umweltministeriums von Dienstag optisch sehr dem Nachwuchs, den ein Haushund bereits 2017 mit der Wölfin gezeugt hatte.

Daher gehen Experten davon aus, dass es sich erneut um Mischlinge, sogenannte Wolf-Hund-Hybride handelt. Die Aufnahem stammt von 20. Juli. Ein genetischer Beleg dafür, dass es sich um Hybride handelt, liegt aber nicht vor.

Tiere sollen eingefangen werden

In Abstimmung mit der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf plant das Umweltministerium nun wieder, die Tiere lebend mit sogenannten Kastenfallen zu fangen. Sollte das gelingen, würden sie in den Alternativen Bärenpark nach Worbis gebracht werden.

Diesen Plan hatte das Umweltministerium bereits für den ersten Mischlingswurf der Wölfin verfolgt. Das gelang bisher aber nicht. Vier der sechs Mischlinge aus dem ersten Wurf wurden inzwischen mit Genehmigung der zuständigen Naturschutzbehörde aus Artenschutzgründen erschossen.

Die Hybride sollen aus der freien Wildbahn entfernt werden, damit sie nicht den Genpool der – als stark gefährdet eingestuften – Art Wolf verwässern.

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