Starkästen sind in Neustadt beliebt

Bei dem Nabu-Mitglied Theo Will brüten im hoch angebrachten Nistkasten das zweite Jahr in Folge Mauersegler

Der hoch oben angebrachte Starkasten von Theo Will aus Neustadt, in dem das zweite Jahr in Folge Mauersegler brüten.

Der hoch oben angebrachte Starkasten von Theo Will aus Neustadt, in dem das zweite Jahr in Folge Mauersegler brüten.

Foto: zgt

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Neustadt. Im Starkasten von Theo Will aus Neustadt haben sich das zweite Jahr in Folge Mauersegler eingenistet und gebrütet.

Schon vor einiger Zeit hatte das Mitglied des Naturschutzbundes (Nabu) in seinem Garten ein eineinhalb Zollrohr mit einem Starkasten in vier Meter Höhe versehen und an einem Wäschepfahl befestigt. In diesem Kasten brüten schon seit vielen Jahren Stare.

Im vergangenen Winter war bis Anfang März ein Buntspecht eingezogen. Dann seien jedoch plötzlich die Stare zurückgekommen und ein harter Kampf zwischen den beiden sei entstanden. Der Star blieb als Sieger zurück, berichtet Theo Will. Zwischendurch habe auch eine Kohlmeise den Bau beziehen wollen.

Als der Star seine Brut großgezogen hatte, kamen Anfang/Mitte Mai die Mauersegler zurück und suchten in dem Starkasten ihren Nistplatz. Anfang Juli machte Theo Will Kastenkontrolle und siehe da, es waren zwei Jungvögel und ein nicht befruchtetes Ei darin.

Da durch den Nabu die Vögel gezählt, beringt, vermessen und gewogen werden, kam nun Bernd Rebhahn, um dies durchzuführen, und übergab die Daten an Jürgen Auerswald vom Nabu-Arbeitskreis Dreba-Plothen, der sie wiederum an die Vogelwarte nach Hiddensee weiterleitete.

Nach diesem Erfolg stellte Theo Will einen zweiten Mast mit Nistkasten auf. "Dieser wurde auch gleich von einem zweiten Brutpaar angenommen. Der Erfolg der Brut werden wohl zweimal zwei Jungvögel sein, da Mauersegler meistens zwei bis drei Eier legen", freut sich der Neustädter. Dieser Tage sollten die Brutkästen geöffnet und die neuen Erdenbewohner bzw. Himmelsstürmer wieder beringt, gewogen und vermessen werden.

"Es ist sehr interessant, wie sich die Mauersegler von morgens bis zur Dämmerung in der Luft bewegen, um Nahrung für die Kleinen zu suchen", sagt Will. Lediglich zum Brüten gehen die Vögel in Nistkästen, Höhlen und Mauernischen.

Sollte einmal jemand einen jungen Mauersegler am Boden liegen sehen, so kann er ihn auf die Hand legen und in die Luft werfen, da ein Mauersegler nur ganz kurze Füße hat und sich so nicht selbst in die Luft erheben kann, erklärt das Nabu-Mitglied aus Neustadt.

Ein Mauersegler fliege im Übrigen bei schlechtem Wetter bis zu vier Kilometer in die Höhe und bleibe über Tage in der Luft. Während dieser Zeit liegen die Kleinen im Halbschlaf. Mitte bis Ende August fliegen sie dann mit einer Geschwindigkeit von zirka 40 km/h in die südlichen Länder, informiert Theo Will.

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