Erfurt. Mehr als 500 Polizisten waren am 26. Februar 2021 bei einer Großrazzia gegen ein kriminelles Neonazi-Netzwerk im Einsatz. Sie schildern ihren Einsatz vor Gericht.

Anklopfen war gestern: Die Thüringer Polizei ist vor zwei Jahren bei ihrer Großrazzia gegen ein kriminelles Neonazi-Netzwerk sehr robust vorgegangen. Beim Realisieren mehrerer Haftbefehle wurden bewusst Wohnungstüren mit der Ramme geöffnet, statt zu klingeln. So konnten die Einsatzkräfte das Überraschungsmoment besser nutzen. Mehrere Polizisten bestätigten das Vorgehen am Dienstag vor Gericht, unter anderem gegen Mitglieder der rechtsextremen Bruderschaft der Turonen. Die Razzia fand am 26. Februar 2021 statt. Verhandelt wird am Landgericht Erfurt.