Gericht bestätigt: Schüler in Thüringen müssen Masken tragen

Fabian Klaus
Das Verwaltungsgericht Weimar sieht keine „durchgreifenden gesundheitlichen Bedenken“ für Kinder durch das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung.

Das Verwaltungsgericht Weimar sieht keine „durchgreifenden gesundheitlichen Bedenken“ für Kinder durch das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung.

Foto: Michael Baar

Weimar.  Das umstrittene Masken-Urteil eines Amtsrichters in Weimar ist als rechtswidrig eingestuft worden. So begründet das Verwaltungsgericht die Entscheidung.

Das Weimarer Verwaltungsgericht hat den Beschluss eines Amtsrichters in Weimar als „offensichtlich rechtswidrig“ bezeichnet. „Das Familiengericht habe keine Befugnis, Anordnungen gegenüber Behörden und Vertretern von Behörden als Träger öffentlicher Gewalt zu treffen“, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung. Alle aktuellen Entwicklungen im Corona-Liveblog

Damit steht auch fest: Der Beschluss des Amtsrichters, mit dem er vor etwa zwei Wochen das Tragen von Masken für zwei Schüler zweier Weimarer Schulen gekippt hat, entfaltet für den Beschluss des Verwaltungsgerichts keine Wirkung. Das entschied am Dienstag, dass die zur Eindämmung des Coronavirus an Schulen in Thüringen getroffenen Maßnahmen zulässig seien. Insgesamt waren zwölf Familien gegen die entsprechende Verordnung des Thüringer Bildungsministeriums vorgegangen, mit der das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ab der 1. Klasse bzw. einer qualifizierten Gesichtsmaske ab der 7. Klasse geregelt wird.

Das Gericht sieht keine „durchgreifenden gesundheitlichen Bedenken“ für Kinder. Zudem sehen die Allgemeinverfügungen Regeln vor, in denen im Einzelfall eine Entbindung von der Tragepflicht erfolgen kann.

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