483 Hühner, Enten und Tauben auf dem Schießstand in Dingelstädt

Dingelstädt.  Bei der Lokalschau des Dingelstädter Vereins mit angeschlossener Strassertaubenschau kommen die Tiere auf den Schießstand, bleiben aber heil.

Bei der Lokalschau des Rassegeflügelzüchtervereins Dingelstädt und Umgebung zeigen Jungzüchter Konstantin Pfad seine Zwergwyandotte und Christopher Thüne seinen Italiener Hahn. Vorsitzender Helmut Hartmann hatte Strassertauben auf der Schau.

Bei der Lokalschau des Rassegeflügelzüchtervereins Dingelstädt und Umgebung zeigen Jungzüchter Konstantin Pfad seine Zwergwyandotte und Christopher Thüne seinen Italiener Hahn. Vorsitzender Helmut Hartmann hatte Strassertauben auf der Schau.

Foto: Johanna Braun

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Wenn man sonst von unzähligen Geflügelrassen auf einem Schießstand hört, denkt man nicht unbedingt an ein gutes Ende. Den 483 Tieren geht es aber gut, sie hatten bei der Lokalschau des Rassegeflügelzüchtervereins Dingelstädt und Umgebung sogar ganz hervorragende, ja vorzügliche Bedingungen. Und die Bewertungen der Hühner, Enten, Gänse und Tauben fieln ebenso gut aus. Gleich 28 Mal gab es die Bewertung Vorzüglich auf der Schau, 40 Mal das Hervorragend, was die zweitbeste Note ist.

Darüber freute sich Vorsitzender Helmut Hartmann und auch darüber, dass so viele Taubenzüchter mitunter aus Bad Berka, Sömmerda und sogar Weimar ihre Tiere zu der angeschlossenen Strassertaubenschau Gruppe Thüringen in das Schützenhaus nach Dingelstädt gebracht hatten. 178 Strassertauben in 14 Farbenschlägen konnten die Besucher begutachten. 28 Farbenschläge gibt es bei der Rasse insgesamt. Somit hatte man in Dingelstädt einen guten Einblick in deren Vielfalt.

Tauben gehen im Garten spazieren

Helmut Hartmann züchtet selbst Strassertauben. Sie gehören zu den bekanntesten Formentauben, haben einen runden Kopf, eine gewölbte Brust und können sehr groß werden. Fliegen können sie trotzdem. Der Vorsitzende hält seine in Volieren im Garten. „Ich lasse meine Tiere, wenn sie klein sind, schon raus. Dann gehen sie im Garten spazieren. Sie fliegen nicht weg, weil sie es so gewohnt sind. Dort können sie Nahrung finden, die man nicht füttern kann. Ich schaue ihnen immer gern beim Spazierengehen zu“, erzählte Helmut Hartmann.

Er ist im Januar dieses Jahres sogar mit sechs seiner Strasser Blau ohne Binden – das sind die Streifen an den Flügeln – Deutscher Meister bei der Meisterschaft des Verbandes der Taubenzüchter (VDT) in Kassel geworden.

Durch Zufall zur Zucht gekommen

Neben den Strassertauben bevölkerten den Schießstand im Schützenhaus noch 25 Stück Wassergeflügel,

45 Hühner, 237 Tauben und 116 Zwerghühner. Konstantin Pfad war mit seinen Zwergwyandotten vor Ort. Der 19-Jährige ist einer der wenigen Jungzüchter des Vereins, der 20 bis 25 Mitglieder hat. „Ich bin durch einen dummen Zufall zur Zucht gekommen“, sagt der junge Mann. „Unser Garten war immer ungenutzt, und ich bin über einen Freund an vier Hühner gekommen.“ Mittlerweile ist er stolzer Besitzer von 20 bis 30 Zwergwyandotten und hat mit ihnen alle Hände voll zu tun.

Neben Konstantin Pfad sind zum Verein in den vergangenen Jahren noch ein paar andere Jungzüchter dazu gekommen, sagt Helmut Hartmann. Aber Nachwuchs könne man immer gebrauchen. „Das geht ja allen so. Die Jugendlichen haben heute so viele Möglichkeiten. Das war früher nicht so. Außerdem haben viele gar nicht die Möglichkeit sprich den Platz, Tiere zu halten.“

Für jeden Geschmack ist etwas dabei

Trotzdem macht Helmut Hartmann Werbung für das Hobby. Es mache eine Menge Spaß. „Und für jeden Geschmack ist bei den Geflügelrassen etwas dabei. Auch was die Kosten des Ganzen angeht.“ Und wenn er gerade von den Kosten redet, will er nicht vergessen, den Sponsoren der Schau Danke zu sagen. „Ohne sie kommen wir nicht klar. Da bin ich sehr dankbar.“

Und dankbar ist er auch für den guten Besucherstrom, der am Samstag und Sonntag ins Schützenhaus kommt. 2015 hatte man dort auch ein Schau ausgerichtet, und man habe einfach ideale Bedingungen. Es ist kühl und luftig, da es ja auch eine Lüftungsanlage gibt. „Im Stall sind die Tiere ja nichts anderes gewohnt. Macht man es hier warm und die Tiere kommen nach Hause, könnten sie krank werden“, erläuterte er. Deshalb sei er sehr froh, dass die Dingelstädter Schützen den Geflügelzüchtern die Räume zur Verfügung stellen. Besonders gut verweilen ließ es sich natürlich im gemütlichen Gemeinschaftsraum. Da war es auch schön warm – für die Züchter.

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