Alte Bahnlinie wird überprüft

Arne Martius
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Ilmenau  Ilmenauer Industrieanschlussgleis als Trasse für Radweg vorgeschlagen

Einen Vorschlag aus dem aktuellen Bürgerhaushalt will die Ilmenauer Stadtverwaltung zum Anlass nehmen, um über die Zukunft des alten Industriegleises zwischen dem Bahnhof und der ehemaligen Porzellanfabrik nahe des Wohngebiets „Am Eichicht“ zu sprechen. Mit einer detaillierten Dokumentation in Text und Bild beteiligte sich der Ilmenauer Markus Wagner (Vorschlag Nummer 34) an der öffentlichen Ideensuche der Stadt für die Haushaltsplanung – und ernte schon einmal Anerkennung von Bauamtsleiter Uwe Wolf. „Da hat sich jemand richtig viel Mühe gegeben und Gedanken gemacht. So einen ausgearbeiteten Bürgervorschlag habe ich noch nicht gehabt“, stellte der Amtsleiter fest.

Der Ilmenauer schlägt vor, die knapp drei Kilometer lange Trasse zum Radweg auszubauen und mit dem vorhandenen Ilmtal-Rennsteig-Radweg zu verknüpfen. Auf diese Weise könnte nicht nur das Radwegenetz der Stadt erweitert werden, sondern auch den Mitarbeitern der Gewerbegebiete „Am Vogelherd“ und „Am Wald“, sowie den Bewohnern „Am Eichicht“ eine Radverbindung fernab der Straße angeboten werden.

Stadträte wandten am Montag allerdings ein, dass es bereits einen durchgehenden Radweg in diese Richtung parallel zur Bücheloher Straße gibt. Dennoch will Uwe Wolf den Gedanken aufnehmen und an die Arbeitsgemeinschaft Rad der Stadt weiterleiten, inwieweit eine solche Verbindung für sinnvoll angesehen wird.

Parallel dazu wird der Bauamtsleiter das Gespräch mit der Rennsteigbahn suchen. Denn auch wenn das in städtischer Hand befindliche Bahngleis nicht mehr in Betrieb ist – entwidmet als solches ist es nicht. Dies wäre ein langer Prozess, so Wolf. In früheren Gesprächen hatte das Bahnunternehmen die Trasse als Zugang für eine neu zu bauende Güterverladestation und zum Aufstellen von Sonderzügen als wichtig erachtet. Deswegen wurde bei der Sanierung der Bücheloher Straße seinerzeit auch das Brückenbauwerk über dem Gleis neu aufgebaut.