In Jena werden Autos sehr häufig geteilt

Carsharing liegt in Groß­städten im Trend. In Thüringen liegt Jena beim Autoteilen vor Erfurt und Weimar.

Ein fester Carsharing-Standort, an dem die Autos abgeholt werden.
Foto: Peter Michaelis

Ein fester Carsharing-Standort, an dem die Autos abgeholt werden. Foto: Peter Michaelis

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Jena. Das organisierte Teilen von Autos setzt sich in deutschen Großstädten immer weiter durch. Der Bundesverband Carsharing meldete gestern einen Zuwachs von 19 Prozent Nutzern im Vergleich zu 2013.

In Thüringen ist Jena der am stärksten wachsende Car­sharing-Standort. "Hier ist die Nutzeranzahl im Vergleich zum Vorjahr um fast 22 Prozent gestiegen", sagt Niklas Wachholtz, Regionalleiter von teilAuto Thüringen. Das mitteldeutsche Unternehmen aus Leipzig hat in ganz Thüringen 3000 Nutzer, davon 1136 in Jena. Über das Stadtgebiet verteilt gibt es 23 Stationen mit insgesamt 36 Fahrzeugen.

Ab Ende März kommt mit VW eine neue Fahrzeugmarke in den Jenaer teilAuto-Fuhrpark. "Bisher hatten wir ausschließlich Ford und Renault vor Ort", so Wachholtz. Aufgestockt wird der Bestand im Klein- und Kleinstwagenbereich durch VW Polo und VW up. Insgesamt gibt es an Jenaer Stationen sieben Fahrzeugklassen im Angebot, so gibt es beispielsweise neben Kleinwagen auch Kompakte, Mittelklasseautos, Lieferwagen und Transporter.

"Bisher wurden unsere Autos mit der Kundenkarte entriegelt, die man vor ein Lesefeld am Fahrzeug hält. Ab April ist über unsere App auch eine Öffnung mit dem Handy möglich", so Wachholtz.

Nach einer Studie des Internetportals Carsharing-Vergleich.de rechnet sich das Teil-Auto vor allem für Wenigfahrer. Wer mehr als 1300 Kilometer im Monat fährt, ist dagegen mit einem Privatwagen besser beraten. Nutzer berichten auch über Streitigkeiten bei Schäden am Auto. Der Mietwagen für eine kurze Zeit soll dagegen in der Ökobilanz punkten: Laut Schätzung des Bundesverbands Carsharing ersetzt jedes ihrer Autos rund 10 normale Pkw. Ein Wagen wird von rund 25 bis 35 Kunden genutzt.

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