Bloggerin aus Jena sammelt über 50.000 Euro für Australien

Jena.  Auf ihrem Instagram Kanal warb Marie Martin für eine Spende gegen die Auswirkungen der australischen Buschfeuer. Über 3500 Menschen beteiligten sich – und spendeten mehr als 50.000 Euro.

Auf der Internetplattform „gofundme.com“ hat die Instagram-Bloggerin Marie Martin aus Jena in vier Tagen über 50.000 Euro Spenden gegen die Auswirkungen der australischen Buschfeuer gesammelt.

Auf der Internetplattform „gofundme.com“ hat die Instagram-Bloggerin Marie Martin aus Jena in vier Tagen über 50.000 Euro Spenden gegen die Auswirkungen der australischen Buschfeuer gesammelt.

Foto: Screenshot www.gofundme.com

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Minütlich treffen noch Spenden ein, mal sind es zehn Euro, mal 15 oder fünf Euro. Auf der Internetseite gofundme.com sammelt die Jenaer Bloggerin Marie Martin seit Donnerstag Spenden für Australien. Eine Summe von über 50.000 Euro ist so zusammen gekommen. Auf dem Kontinent wüten derzeit verheerende Buschbrände. Das wollte sich Marie nicht mehr einfach nur angucken. Die 31-Jährige postet auf ihrem Instagram-Profil „marienova“ die Einrichtung ihrer Wohnung, in der es von Pflanzen und Grün nur so wimmelt.

108.000 Menschen folgen ihr auf Instagram dabei. „Ich wollte mit der Aktion ein Zeichen für Nachhaltigkeit setzen“, sagt Marie, „wir, die ja Pflanzen und die Natur lieben, sollen uns nun auch dafür einsetzen, wenn die Natur den Bach runter geht“. Dass ihre „Community“, ihre Follower, so positiv auf die Spendenaktion reagieren und sich so intensiv beteiligen, hat Marie Martin nicht erwartet. Das anfängliche Ziel von 500 Euro hat sich bis heute mehr als verhundertfacht.

Work and Travel in Australien

2008 und 2009 war Marie Martin, die neben ihrer Bloggertätigkeit als Lehrerin arbeitet, selbst in Australien für eine Work-and-Travel-Reise unterwegs. Dass sie nun Spenden für den Kontinent und die Bekämpfung der Buschbrände sammelt, habe aber vor allem damit zu tun, dass sie das Gefühl habe, die Ursachen des Klimawandels und Feuer in Australien würden nicht bekämpft. „Mit dem gesammelten Geld will ich etwas machen, das nachhaltig für das Land gut ist und nicht nur Symptome bekämpft“, sagt sie.

Das Geld, das von den über 3500 Spendern und Spenderinnen zusammengekommen ist, soll an vier verschiedene Organisationen in Australien gehen. Ihre Community hat ihr auf Instagram Vorschläge gemacht, Marie Martin hat ihre Follower dann darüber abstimmen lassen.

Zusammen mit ihrer Instagram-Kollegin Annemarie Imgrund, die unter dem Namen todayis_de in dem Sozialen Netzwerk bloggt, hat sie das ganze Wochenende die Organisationen recherchiert und geprüft, die infrage kamen. Sie haben sich die Öffentlichkeitsarbeit der Organisationen in Australien angeschaut und recherchiert, etwa, wie sie mit ihren Angestellten umgehen und wie unabhängig sie sind. „Besonders wichtig war mir und auch der Community, dass die Organisationen auch über Ländergrenzen hinweg agieren, denn der Klimawandel ist nicht nur ein Problem in Australien“, sagt Marie Martin.

Vier Organisationen sollen das Geld bekommen

Vier Organisationen aus den Bereichen Klimawandel, Nachhaltigkeit und Aufforstung, Hilfe für Menschen und Tiere in Not hat Marie Martin zusammen mit den Followern ausgewählt, an die die Spenden zu gleichen Teilen gehen. Gut 12,5 Tausend Euro für jede also. Den ganzen Prozess hat sie auf Instagram dokumentiert. „Ich wollte alles so transparent wie möglich machen, damit jeder Spender und jede Spenderin auch sicher sein kann, dass das Geld gut angelegt ist.“

Das Spendenziel ist längst erreicht, gespendet werden kann aber immer noch. Nun will sich Marie Martin darum kümmern, dass das Geld so schnell wie möglich nach Australien kommt. Die Aktion habe gezeigt, dass Social Media wirklich auch social, also sozial, ist und was man gemeinsam erreichen könne. Eine neue Aktion hat Marie Martin noch nicht geplant, aber „es ist ein Samen in die Köpfe gepflanzt, der sicherlich noch nachhallt“.

Die interaktive Karte zeigt die Brände in Australien im Vergleich zu Ihrer Region:

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