Ein Weihnachtsgeschenk für Erfurt: Neuer Club eröffnet in der Landeshauptstadt

Erfurt.  2000 Besucher feiern Feuertaufe vom Club „Central“ am Wasserturm. Die Party ging bis in die frühen Morgenstunden.

Kurz vor Weihnachten eröffnet der neue Club "Central" am Wasserturm in Erfurt.

Kurz vor Weihnachten eröffnet der neue Club "Central" am Wasserturm in Erfurt.

Foto: Marvin Reinhart

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Wer draußen in der Schlange steht, kann den Bass nicht nur hören. Der kann ihn sehen. Alles scheppert, die Wände wackeln, an dem Industriegebäude am Wasserturm. Über 2000 Feierwillige zelebrierten am Samstagabend die Feuertaufe der neunen Großraum-Disko „Central“ in Erfurt. Gastgeber Andreas Bretschneider ist kaum ansprechbar: „Ich hab keine Zeit“, sagt er und hetzt in eine andere Richtung. Selbst nachts um zwei kommen immer mehr Menschen. Der Laden ist voll.

Eröffnung Club Central in Erfurt

Die Neuauflage des altbekannten Clubs in Erfurt, sie ist zumindest für den Abend ein Erfolg. „Ich bin total beeindruckt, dass Bretschneider sowas macht“ sagt Anja Kurzhals. Sie hat vor acht Jahren als Studentin im damaligen Centrum im Anger-Bereich gearbeitet. „Ich habe nicht gedacht, dass der neue Club dem nahe kommt, oder ihn sogar übertrifft“, sagt sie. Neben der riesigen Halle, in der DJ-Urgestein Heinz Felber aus Österreich die Gäste mit massentauglichen Beats bedient, gibt es noch zwei andere Ebenen. In der einen läuft Techno, auf der anderen Hip-Hop. „Das kommt an Berlinverhältnisse ran“, sagt Christian, ein Gast aus der Bundeshauptstadt. Er steht an dem Tresen, den ein großes, silbernes Designer-„C“ ziert. Da gibt es Getränke, nebenan was zu Essen.

Club soll über Erfurt hinaus bekannt werden

„Er hat wirklich an der Leistungsgrenze gearbeitet“, erinnert sich Klaus Bretschneider, Vater des Zeremonienmeisters, an die Anstrengungen, die sein Sohn erbracht hat. Klaus Bretschneider war persönlich bei der großen Eröffnung mit dabei. „Ohne die Leute zu kennen, die hier mitgeholfen haben, hätte er das nicht geschafft“, sagt er. Den Namen „Central“ interpretiert er indes als Aufruf an den Freistaat. Über Erfurt hinaus soll der Club bekannt werden – deswegen „Central“. Die Stätte sei ziemlich hochwertig und auch für große Organisatoren interessant, sagt er.

Mittlerweile ist der große Raum voll. Viele tanzen, einige sind betrunken. Die Lichter blitzen und im Raucherraum ist kaum mehr Platz. Wer nicht mehr will, hat die Chance, kostenlos an den Bahnhof transportiert zu werden. Denn auch wenn der Club aus der Innenstadt nicht unbedingt zu Fuß zu erreichen ist, gab es Shuttle-Busse, die die Massen vom Erfurter Hauptbahnhof zum Club kutschierten – und wieder zurück.

Aber zurück zur Party. „Das ist die schönste Lokation seit Langem“, sagt Franzi, eine Besucherin, die mit Freund Nils auf der Empore über dem großen Raum steht. Von hier lässt sich das Geschehen problemlos überblicken und jeder, der dort steht, fühlt sich sicherlich ein bisschen souverän. „Das ist ein Weihnachtsgeschenk für Erfurt“, sagt Franzi. Es sei zwar anders, als das alte Centrum, aber es hat Potenzial.

Einblick in neuen Club „Central“ in Erfurt

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