Gartentipp: Was blüht uns morgen?

Sibylle Esser
Erfrischend neue Staudenkombinationen.

Erfrischend neue Staudenkombinationen.

Foto: Sibylle Esser / DBG

Staudenkombinationen für trockene Gartenstandorte.

Wer an neuen Staudenkombinationen interessiert ist, besucht jetzt die Staudenschau an der Wasserachse und die Fensterbeete, die Pflanzplanerin Petra Pelz im Egapark angelegt hat. Denn hier erwartet Sie eine opulente Blütenpracht für klimabedingte trockene Gartenstandorte.

Mischen Sie Ihr Beet auf: zum Beispiel mit Arten aus nordamerikanischer Steppe und Prärie. Sie werden so außergewöhnliche Pflanzen wie die Baptisia entdecken: Die wie eine Lupine wirkende, blau blühende Pflanze düngt den Boden gleich selbst. Sie kann Knöllchenbakterien durch die Wurzeln aufnehmen und damit Stickstoff binden und an den Boden abgeben.

Einen besonderen Duft verbreitet die Angelica (Engelwurz): Die mannshohe alte Heilpflanze hilft bei Appetitlosigkeit und wirkt antiseptisch. Sie sieht dem Kümmel oder Anis sehr ähnlich und verströmt einen aromatischen Geruch. Im Beet ist sie eine gute Strukturpflanze. Eine passende Umrahmung bieten niedriger wachsende Sorten Salbei, halbhohe Gräser und Hosta.

Entdecken Sie manch exotisch anmutende Begleit- und Füllpflanze wie die im Bild zu sehende rote Purpur-Kratzdistel (Hintergrund), das duftende Colakraut (vorn im Bild) den rosa Zierlauch und verschiedene Sorten Salbei.

In unserem mediterranen Fensterbeet gibt die Königskerze den hohen Ton an. An anderer Stelle bilden Fackellilien und Bartblumen einen schönen Strukturkontrast zu den teils kugeligen Formen von Lavendel. Für die nötige Spannung im Beet sorgen Gegensätze: das breite silbrige Blatt der Königskerze gegen die gefiederten hellgrünen Blätter des Colakrauts, hohe, solitäre Blüher gegen buschig wachsende Pflanzen. Viele der Stauden sind ausgesprochen bienenfreundlich.

Die Autorin ist Mitarbeiterin der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft