Heinz-Jürgen Kronberg heißt der neue Beigeordnete in Bad Sulza

Bad Sulza  Konstituierende Sitzung des neuen Stadtrates. Kronberg plädiert für lokale Sacharbeit ohne parteipolitisches Geplänkel

Foto: Dirk Lorenz-Bauer

Wider Erwarten unspektakulär über die Bühne ging am Donnerstagabend die Wahl des ehrenamtlichen Beigeordneten in der Landgemeinde Stadt Bad Sulza. Im Stadtrat erhielt Heinz-Jürgen Kronberg in geheimer Wahl nämlich insgesamt 14 Stimmen, zwei von 16 abgegebenen waren ungültig.

Kronberg hatte bei der Kommunalwahl 139 Stimmen erzielt. Im Vergleich zum CDU-Spitzenmann Maik Tille, der mit 702 Stimmen in den Stadtrat gewählt wurde, ist das wenig. Trotzdem schlug die CDU-Fraktion nicht Maik Tille, sondern Kronberg vor. Andere Personalvorschläge gab es nicht.

Kronberg, einstmals Bundestagsabgeordneter, nahm die Wahl an. Er wird künftig der Stellvertreter von Bürgermeister Dirk Schütze (SPD) sein, der ebenfalls auf eine gute Zusammenarbeit hofft. Der gewählte Kronberg, der neu in den Stadtrat einzog, dankte fürs Vertrauen, das damit in ihn gesetzt wird. Er hoffe, dass er das Amt mit aller Kraft ausfüllen könne. Man lebe ja in politisch nicht ganz so einfachen Zeiten, in denen es die etablierten Parteien keineswegs leicht hätten. Umso wichtiger sei es deshalb, den Bürger in der Landgemeinde zu beweisen, „dass wir handlungsfähig sind“.

Kleinliches parteipolitisches Geplänkel und Bauchnabelschauen sollten außen vor bleiben, damit man sich auf die lokale Sacharbeit konzentrieren könne, so Kronberg in seiner kurzen Ansprache.

Fraktionsweise vereidigt wurden die neu gewählten Mitglieder des Stadtrates der Landgemeinde Stadt Bad Sulza durch Bürgermeister Dirk Schütze. Darunter war auch sein Amtsvorgänger, Johannes Hertwig (CDU). Der Alt-Bürgermeister hatte bei der Kommunalwahl lediglich 152 Stimmen erhalten. Schütze hatte hingegen mit Bad Sulzaer Bestergebnis 1478 gezogen, was das Ende einer Ära und den Neuanfang nun endgültig manifestiert haben dürfte.

Schütze dankte allen bisher im Stadtrat tätigen Bürgern für ihr Engagement. Die Bereitschaft, für ein politisches Wahlamt zu kandidieren, sei anerkennenswert. Er betonte angesichts der Zusammensetzung des neuen Stadtrates, „dass wir hier Glück gehabt haben, dass hier keine Alternativen angetreten sind . . .“ Zudem rief er auf: „Zeigen wir auch künftig, dass wir in der Sache streiten können und zu Kompromissen fähig sind!“

Als Willkommensgruß erhielt jeder der Stadträte ein Blumensträußchen und einen Pin der Stadt Bad Sulza für Bluse oder Sakko. Zudem sollen die Räte demnächst eine Art Dienstausweis bekommen, um sich vor Ort bei Bedarf gegenüber den Bürgern bezüglich ihrer Funktion ausweisen zu können.

Quasi in einem historischen Akt wurde der frisch gewählte Stadtrat Dieter Kranich auch als Bad Sulzas neuer Ortschaftsbürgermeister vereidigt. Einen Ortschaftsbürgermeister gab‘s nämlich noch nie. Die Hauptsatzung war dahingehend geändert worden, damit alle Ortschaften in der Landgemeinde gleichberechtigt sind. Zur Folge hatte das dann die Bildung (auch) der Ortschaft Bad Sulza samt Ortschaftsrat und dazugehörigem Ortschaftsbürgermeister.

Kommentar

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.