Interesse am Bratwurstmuseum in Nordhausen wird lauter

Nordhausen  Die Firma Van Asten in Nordhausen hatte schon im Sommer des vergangenen Jahres mit den Betreibern des Bratwurstmuseums verhandelt. Nordhäuser Traditionsbrennerei sieht mögliche Synergien für die Region.

Das 1. Deutsche Bratwurstmuseum wurde im Mai 2006 in Holzhausen eröffnet. eingeweiht werden. Jetzt wird ein neuer Standort für die Exponate rund um die Bratwurst gesucht. Archiv-

Das 1. Deutsche Bratwurstmuseum wurde im Mai 2006 in Holzhausen eröffnet. eingeweiht werden. Jetzt wird ein neuer Standort für die Exponate rund um die Bratwurst gesucht. Archiv-

Foto: Alexander Volkmann

Trotz Bekenntnis des Mühlhäuser Investors für seine Heimatstadt, hält das Interesse an der Ansiedlung des Bratwurstmuseums in Nordhausen weiter an. Das erklärte jetzt mit Thomas Müller unter anderem der Leiter der Nordhäuser Traditionsbrennerei. „Die Ansiedlung in Nordhausen wäre ohne Zweifel eine Bereicherung. Generell ist es immer gut, wenn sich Leuchttürme gegenseitig befruchten“, erklärte er auf TA-Anfrage. „Korn und Bratwurst – das sind zwei klassische Produkte aus Thüringen, die in Deutschland jeder kennt.“ Sicher gäbe es hier zahlreiche Anknüpfungspunkte, so Müller.

Auch im Rathaus scheint man nicht gänzlich uninteressiert, wie Pressesprecher Lutz Fischer verdeutlicht: Man werde sich in der Stadtverwaltung einer guten Idee niemals verschließen. Allerdings betont er auch, dass ein möglicher Ortswechsel wohl schwer ohne Investor über die Bühne gehen könne. Die Stadt selbst sei derzeit kurz davor, das hiesige Museumskonzept öffentlich zu diskutieren. Womöglich werde man auch dem IFA-Museum mehr Unterstützung zuteil werden lassen.

„Es kann sich noch etwas tun für Nordhausen“, glaubt auch Tierzucht-Geschäftsführer Roland van Asten. Der zum Unternehmen gehörende Scheunenhof in Sundhausen war als möglicher Museumsstandort diese Woche von Kulturausschusschef Hans-Georg Müller (SPD) ins Gespräch gebracht worden.

Und tatsächlich, so Roland van Asten, habe es schon im Sommer Gespräche mit dem Museumsbetreiber gegeben. Doch der zunächst in Mühlhausen vorgesehene Standort hätte damals mit knapp 16 Hektar Fläche mehr Potenzial versprochen als der rund 1,5 Hektar große Scheunenhof. „Unser Interesse bleibt aber weiter bestehen“, betont Roland van Asten und verweist auf mögliche Synergien mit dem hier ansässigen Lanz-Bulldog-Club Sundhausen. Für den erwägt die Tierzucht derzeit die Renovierung der alten Gutsscheune als Ort einer dauerhaften Ausstellung und Platz für mehr Maschinen. „Das würde sich mit dem Bratwurstmuseum befruchten“, glaubt van Asten.

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