Millionen-Investitionen in der Landgemeinde Sonnenstein

Weißenborn-Lüderode.  Die Ortschaft Stöckey bekommt ein neues Gerätehaus, und in Werningerode wird ein Dorfgemeinschaftshaus gebaut.

Die Landgemeinde Sonnenstein baut in Weißenborn-Lüderode einen neuen Kindergarten. Bürgermeisterin Margit Ertmer geht davon aus, dass die Einrichtung dieses Jahr bezugsfertig ist.

Die Landgemeinde Sonnenstein baut in Weißenborn-Lüderode einen neuen Kindergarten. Bürgermeisterin Margit Ertmer geht davon aus, dass die Einrichtung dieses Jahr bezugsfertig ist.

Foto: Eckhard Jüngel

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Mit zahlreichen Plänen startet die Landgemeinde Sonnenstein in das neue Jahr. Die Dorferneuerung soll auch 2020 genutzt werden, Projekte gilt es mit Fördermitteln fortzusetzen beziehungsweise anzugehen. „Wir haben in allen Ortsteilen etwas vor“, betont Bürgermeisterin Margit Ertmer (pl).

Auf Hochtouren laufen beispielsweise die Arbeiten am Kindergartenneubau in Weißenborn-Lüderode, der in diesem Jahr bezugsfertig sein soll. Für den Innenausbau sind die meisten Gewerke vergeben. Träger der neuen Einrichtung wird die katholische Kirchengemeinde. „In die Planungen sowie Entscheidungsfindungen wurde er ebenso wie die Mitarbeiter einbezogen, denn schließlich sollen sich neben den Kindern auch die Erzieherinnen wohlfühlen“, sagt Ertmer. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund zwei Millionen Euro.

Erneuerung der Treppenanlage in Bockelnhagen

Die Tagesstätten waren 2019 ein Schwerpunkt im Haushalt der Landgemeinde und werden es auch weiter sein. Rund 2,8 Millionen Euro wurden in Bockelnhagen, Werningerode und Weißenborn investiert. In Bockelnhagen schlagen unter anderem Maßnahmen im Außenbereich, darunter die Erneuerung der Treppenanlage, mit 90.000 Euro zu Buche. Fortgesetzt werden die Sanierungsarbeiten hier, zudem wird ein Nebengebäude abgerissen, um Platz für eine Garage mit Lagermöglichkeiten zu schaffen. In Stöckey werden dieses Jahr 85.000 Euro für die Wärmedämmung des Hauses aufgewendet. Und in Werningerode geht es am und im Kindergartengebäude ebenfalls weiter. Alle Einrichtungen sind laut Ertmer sehr gut ausgelastet.

Der Straßenbau ist ein weiterer Knackpunkt. In Jützenbach wurde der Himmeltalgraben saniert, was 144.000 Euro kostete. Weiter gebaut wird an der Brücke über die Jütze. Nicht ganz einfach zu realisieren ist derweil in Silkerode die Maßnahme am Homberg, da die Straße sehr schmal ist. Nachdem 331.000 Euro in die Gemeinschaftsaufgabe, an der der Wasser- und Abwasserzweckverband Eichsfelder Kessel beteiligt ist, in den ersten Bauabschnitt geflossen sind, geht es nun dort in die zweite Runde.

Viel Geld, genau gesagt über 700.000 Euro, sind für Stöckey im aktuellen Haushalt eingeplant. Da das alte Feuerwehrgerätehaus nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht, eine Sanierung sehr teuer würde und der Standort nach dem Feuerwehrbedarfsplan entwickelt werden muss, entschied man sich in Abstimmung mit der Wehr und dem Ortschaftsbürgermeister dafür, ein neues zu errichten. „Wir haben viele Objekte in unserer Landgemeinde und die Standorte nun bewertet. Die Feuerwehrleute sind sehr engagiert und genießen einen hohen Stellenwert, daher haben wir uns für die Investition entschieden“, so die Bürgermeisterin. Über die Leader-Förderung – ein Antrag wurde gestellt – soll es außerdem an die Innensanierung des Dorfgemeinschaftshauses in dem Südharzort gehen.

In Zwinge ist dieses Jahr das Gerätehaus an der Reihe, wo die Trockenlegung des Objektes in Angriff genommen wird.

Nur 363 Einwohner zählt der Landgemeindeort Werningerode, doch auch hier wird auf Entwicklung gesetzt. Da das jetzige Dorfgemeinschaftshaus alt und in keinem guten Zustand ist, soll es abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Und weil sich das Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kindergarten befindet, soll es eine Mehrfachfunktion bekommen. Beispielsweise, meint Margit Ertmer, könnten die Kleinen die Räumlichkeiten für sportliche Aktivitäten nutzen und auch das Büro des Ortschaftsbürgermeisters dort seinen Platz finden. In die freiwillige Aufgabe fließen rund 650.000 Euro. „Es wird kein Luxushaus, dafür bedarfsgerecht und nachhaltig.“

Hochwasserschutz für Holungen

Ebenfalls freiwillig betreibt die Landgemeinde Sonnenstein das Freibad in Holungen. Und auch da hoffen die Sonnensteiner auf Leader-Mittel, denn alles wird daran gesetzt, die Einrichtung zu erhalten. Allerdings geht es in diesem Fall um kleinere Investitionen, wie zum Beispiel die Installation eines Sonnensegels im Kleinkindbereich oder um mobile Umkleiden. Für den Hochwasserschutz am Ortsrand des Dorfes soll zudem etwas getan werden. Das Außengebietswasser muss abgeleitet werde. Das Problem: In der Vergangenheit standen dort schon Häuser unter Wasser.

Gute Nachrichten hat die Bürgermeisterin allerdings schon heute für potenzielle Eigenheimbauer, denn es gibt einige Grundstücke, die zur Verfügung stehen. Als Bestandteil von Bebauungsplänen gibt es in Jützenbach „Am Himmelreichsberg“ zwei, in Silkerode am Unterhof fünf, in Stöckey „In den Eichen“ zwei und in Weißenborn-Lüderode „Am Hopfenberg“ sieben. In den Ortslagen könnten Bauherren ebenfalls fündig werden, so in Bockelnhagen, Stöckey, Holungen und Zwinge. „Um nachhaltig zu agieren, ist es wichtig, nicht nur auf der grünen Wiese zu bauen, sondern auch die Lücken in den Dörfern wieder zu schließen“, meint Margit Ertmer.

Und auch für die kommenden Jahre hat sie einige Wünsche. Beispielsweise müssen die Südstraße in Epschenrode, das Kirchtal in Zwinge und die Feldschlagstraße in Holungen saniert werden. In Sachen Dorferneuerung kann sie sich in den Folgejahren beispielsweise auch vorstellen, die Borngrundhalle in Silkerode einer Kur zu unterziehen, das Dach des Dorfgemeinschaftshauses in Zwinge zu erneuern oder die Fassade des Dorfgemeinschaftshauses in Jützenbach.

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