Ticker zu Halle: Hunderte Menschen gedenken der Opfer

Halle an der Saale  Ein bewaffneter Angreifer will während eines Gottesdienstes in Halle in eine Synagoge eindringen. Mit diesem Vorhaben scheitert er - trotzdem sterben zwei Menschen. Am Donnerstagabend haben mehrere Hundert Menschen der Opfer gedacht.

Reiner Haseloff (CDU, l-r), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Elke Büdenbender und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, besuchen den Tatort an der Synagoge.

Reiner Haseloff (CDU, l-r), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Elke Büdenbender und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, besuchen den Tatort an der Synagoge.

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Schüsse in Halle. Zwei Menschen sterben. Eine Leiche liegt gegenüber einer Synagoge. Ein weiterer Tatort ist ein Döner-Imbiss.

Wir berichten im Ticker:

Update 19.06 Uhr: Der mutmaßliche Täter von Halle hat nach Angaben von Generalbundesanwalt Peter Frank bei der Tat vier Schusswaffen mit sich geführt. Es sei zumindest eine vollautomatische Schusswaffe dabei gewesen, zudem habe er mehrere Sprengsätze im Auto gehabt, als er zu der Synagoge in Halle gefahren sei, teilte die Bundesanwaltschaft am Donnerstagabend in Karlsruhe mit. Die Bundesanwaltschaft will sich in den weiteren Ermittlungen "insbesondere auch mit der Frage befassen, ob Personen in die Vorbereitung oder Durchführung des Anschlags eingebunden waren oder im Vorfeld Kenntnis hiervon hatten". Bisher fehlten "zureichende tatsächliche Anhaltspunkte" dafür, dass der Beschuldigte an eine rechtsterroristische Vereinigung angebunden gewesen sei oder ein sonstiger Zusammenhang mit einer solchen Vereinigung bestehe.

Es sei noch unklar, ob der Beschuldigte die Waffen und Sprengsätze selbst hergestellt oder sich auf andere Weise verschafft habe.

Update 18.30 Uhr: Mehrere Hundert Menschen haben in Halle der Opfer der Anschläge gedacht. Sie kamen bei regnerischen Wetter auf dem Marktplatz zusammen, um mit Blumen, Kerzen und im stillen Gebet an die Menschen zu erinnern, die am Mittwoch getötet, verletzt sowie in Stunden der Angst um ihr Leben und das ihrer Angehörigen und Freunde gebangt haben. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) rief die Menschen eindringlich dazu auf, gegen jegliche Form von Antisemitismus und Rechtsextremismus vorzugehen. "Es ist unser aller Verantwortung", sagte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos). Zivilcourage sei von jedem Einzelnen gefragt, Jeder könne etwas tun. "Wir bauen auf Sie", rief Haseloff den Menschen zu. Zugleich versprach er: "Wir stehen zusammen. Das wird auch so bleiben."

Den Angehörigen der Opfer drückte Haseloff erneut sein Mitgefühl und das der Landesregierung aus. "Wir sind tief entsetzt", sagte er. Haseloff forderte wie auch der Oberbürgermeister die Menschen dazu auf, am Freitag ein Zeichen zu setzen, indem sie in Sachsen-Anhalt um Synagogen eine Menschenkette bilden. Jüdische Gemeinden seien eine Bereicherung für das Land. "Das muss so bleiben und das soll so bleiben", sagte Haseloff. Sachsen-Anhalt werde alles dafür tun, dass sich furchtbare Geschehen wie in Halle nicht wiederholen. "Jüdisches leben gehört zur Stadt Halle", betonte der Oberbürgermeister.

Update 18.24 Uhr: Der Attentäter von Halle führte nach einem Medienbericht bei seiner Tat auch Waffen bei sich, die teilweise mit 3D-Druckern hergestellt worden waren. Das ZDF-Magazin "Frontal 21" berichtete am Donnerstag, Stephan B. habe die aus Kunststoff bestehenden Teile hergestellt. Zudem habe er 3D-Anleitungen unter anderem für Magazine und andere Waffenteile ins Internet gestellt.

In einem vor der Tat verfassten Dokument beschreibt der Attentäter anhand von Fotos detailliert seine Bewaffnung. Er führt aus, dass diese selbstgebauten Waffen nicht zuverlässig seien. Zudem behauptet er in dem Schreiben, selbst Anleitungen zum Waffenbau veröffentlicht zu haben. In seinem live im Internet übertragenen Video des Anschlags kommentiert er mehrfach den Einsatz seiner in Eigenbau hergestellten Waffen. Die Polizei in Halle kann nach eigenen Angaben nicht bestätigen, dass der Täter Waffenteile aus dem 3D-Drucker verwendete.

In dem Tatvideo ist zu sehen, wie bei dem Anschlag in mindestens zwei Fällen Ladehemmungen Menschen das Leben retten. Der Täter hatte am Mittwoch zwei Menschen erschossen und mehrere verletzt.

Update 16.56 Uhr: Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) geht im Falle der tödlichen Schüsse von Halle weiterhin von einem Einzeltäter aus. "Ein zweiter Beschuldigter ist uns nicht bekannt, wir gehen davon aus, dass es ein Einzeltäter war, immer im juristischen Sinne", sagte er am Donnerstag auf Nachfrage bei einer Pressekonferenz in Halle.

Sowohl Stahlknecht als auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) wiesen darauf hin, dass nun ermittelt werde, ob Stephan B. in ein Umfeld oder Netzwerke eingebunden war. Wenn jemand in dem Umfang Sprengmittel besorgt und Waffen besessen habe, müsse man ausleuchten, mit wem der Mann Kontakt gehabt und wie er sich diese beschafft habe, sagte Seehofer. "Das muss man sauber unterscheiden von der Tatausführung."


Der mutmaßliche Täter sei "Stand jetzt" nicht nachrichtendienstlich oder staatsschutzmäßig in Erscheinung getreten. Es habe auch keine Ermittlungsverfahren gegen ihn gegeben, sagte Stahlknecht.

Update 16.42 Uhr: Der mutmaßliche rechtsextremistische Todesschütze von Halle ist nach dpa-Informationen auf dem Weg zum Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof. Er landete mit einem Hubschrauber in Karlsruhe, wie ein dpa-Fotograf am späten Nachmittag beobachtete. Die Bundesanwaltschaft wirft dem dringend Tatverdächtigen zweifachen Mord und versuchten Mord in neun Fällen vor.

Update 16.32 Uhr: Nachdem ein Vereinsmitglied des Halleschen FC bei dem Anschlag in Halle ums Leben gekommen ist, haben Fans vor der Synagoge getrauert. "Wir konnten gestern alle nicht so wirklich glauben, was da passiert ist", sagte ein junger Mann am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Der Getötete sei Teil der aktiven Fan-Szene gewesen. "Es ist ein Familienmitglied von uns gestorben und das ist echt scheiße", sagte Paul Violka, der mit dem Getöteten befreundet war. Er kritisierte, dass in erster Linie über den Täter und nicht über die Opfer gesprochen werde. Die Spieler des Halleschen FC traten bei einem nicht öffentlichem Testspiel am Donnerstag in Trauerflor an. "Wir stehen alle noch unter Schock", so der Präsident des Drittligisten, Jens Rauschenbach.

Update 16.25 Uhr: Jüdische Einrichtungen in Sachsen-Anhalt sollen "ab sofort und nachhaltig" durch die Polizei geschützt werden. Diese Zusage habe er von den Behörden des Landes bekommen, sagte der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Halle.

Schuster erneuerte zugleich seine Kritik an fehlenden Schutzmaßnahmen für die Synagoge am jüdischen Feiertag Jom Kippur. Eine Funkstreife vor Ort hätte nicht alles verhindern können, sagte er, aber sie hätte vielleicht den Täter abschrecken können. Er kritisierte außerdem die deutsche Justiz für einen seiner Ansicht nach zu milden Umgang mit antisemitischen Straftätern.

Der Zentralratspräsident drückte den Angehörigen der beiden Todesopfer von Halle sein Mitgefühl aus. Es müsse dennoch von einem großen Glück gesprochen werden, dass der Täter nicht in die Synagoge habe eindringen können. "Das hätte ein Massaker unbeschreiblichen Ausmaßes bedeutet (...) Wir hätten etwa 60 Todesopfer zu beklagen gehabt (...) Mit der Ausstattung des Täters wäre das leider ein Leichtes gewesen."

Update 16.13 Uhr: Der Dachverband islamischer Gemeinden in Sachsen-Anhalt hat die Anschläge von Halle auf das Schärfste verurteilt. «Wir sind entsetzt und empört über die feigen und ‎kriminellen Terror-Taten», hieß es in einer via Facebook verbreiteten Erklärung am Donnerstag. Besonders habe die Gemeinden der Angriff auf die Synagoge schockiert, wo Menschen ihre seelische Ruhe finden sollten.

"Wir werten dieses Attentat am jüdischen Feiertag als politisch motivierten ‎Terroranschlag", erklärte der Dachverband. "Terroristen wollen die Gesellschaft spalten und Hass ‎und Gewalt in unsere Bevölkerung bringen." Der Vorstand rief alle Menschen in Deutschland dazu auf, sich gegen ‎Rechtsextremismus zu stellen - gleichsam ob ‎Juden, Christen, Muslime oder religionsfreie Mitbürger.

Update 16.08 Uhr: Die Thüringer Polizei setzt die Bewachung und Sicherung jüdischer Einrichtungen im Freistaat weiter fort. Am Donnerstag hatten sich Innenminister Georg Maier (SPD) und Staatskanzleiminister Immanuel-Benjamin Hoff (Linke) die Synagoge in Erfurt besucht. Bei ihren Gesprächen soll es auch um die Verbesserung der Sicherheit gegangen sein.

Update 16.03 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat nach dem Anschlag auf eine Synagoge in Halle/Saale dauerhaft besseren Schutz für jüdische Einrichtungen in ganz Deutschland angekündigt. Jüdische Einrichtungen müssten besser geschützt werden - dies werde ab sofort, nachhaltig und dauerhaft geschehen, sagte Seehofer am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Halle/Saale unter anderem mit dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und dem Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU).

Seehofer verurteilte den durch einen mutmaßlichen Rechtsextremisten ausgeführten Anschlag mit zwei Toten und mehreren Verletzten. "Dieses brutale Verbrechen gestern ist eine Schande für unser ganzes Land. Bei unserer Geschichte darf so etwas in Deutschland eigentlich nicht passieren." Schon seit längerem sei die Bedrohungslage durch Antisemitismus, Rechtsextremismus und -terrorismus in Deutschland sehr hoch. Auch die Gewaltbereitschaft und Waffenaffinität in diesen Bereichen seien sehr hoch. Neben dem islamistischen Terror sei dies "die zentrale Herausforderung für unser Land".

Update: 15.31 Uhr: Der mutmaßliche Täter von Halle wollte nach Angaben von Generalbundesanwalt Peter Frank ein "Nachahmer im doppelten Sinne sein." Er habe vergleichbare Taten, die vorher begangen worden seien, nachgeahmt und "er wollte nach unserer Erkenntnis auch andere zu solchen Taten zur Nachahmung anstiften", sagte Frank am Donnerstag in Karlsruhe.

Im Zuge der Ermittlungen sei die Wohnung von B. durchsucht worden. Sichergestellte «Asservate» und auch die Waffen und Sprengmittel des mutmaßlichen Täters würden nun kriminaltechnisch untersucht. Daneben werde ermittelt, ob es eventuell Unterstützer, Mitwisser oder andere gebe, die ihn vielleicht angestachelt hätten. Die gesamte Kommunikation des Mannes werde nun durchleuchtet und welche Aktivitäten es im sogenannten Darknet gegeben habe.

Update: 15.13 Uhr: Ermittler und Bundesregierung haben den Angriff auf eine Synagoge in Halle als einen rechtsextremistischen Terroranschlag gewertet. "Was wir gestern erlebt haben, war Terror", sagte Generalbundesanwalt Peter Frank am Donnerstag in Karlsruhe. Der Täter habe sich zum Ziel gesetzt, in der Synagoge ein Massaker anzurichten und eine weltweite Wirkung zu erzielen. Nach Angaben von Justizministerin Christine Lambrecht handelte es sich bei dem 27-jährigen Schützen um einen Einzeltäter mit antisemitischen und rechtsextremistischen Motiven.

Update 14:57 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat nach dem Anschlag in Halle der Opfer gedacht. Nach seinem Besuch in der Synagoge ging er am Donnerstag schweigend zu dem nahen Döner-Imbiss, in dem der Täter am Mittwoch einen 20-jährigen Mann erschossen hatte. Zuvor hatte Seehofer bereits vor der Synagoge Blumen niedergelegt.

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Update 14:45 Uhr: Der mutmaßliche Attentäter ist nach Informationen aus Sicherheitskreisen in zwei Krankenhäusern behandelt worden. Er habe Schussverletzungen am Hals, hieß es. Die Nacht habe er in einer Klinik in Weißenfels in Sachsen-Anhalt verbracht. Am Donnerstag sei er dann für eine Operation in eine Klinik in Halle gebracht worden. Der mutmaßliche Attentäter Stephan B. war am Mittwoch festgenommen worden.

Update 14:42 Uhr: Im Auto des mutmaßlichen Täters von Halle sind nach Angaben von Generalbundesanwalt Peter Frank insgesamt vier Kilo Sprengstoff in zahlreichen Sprengvorrichtungen sichergestellt worden. Dem mutmaßlichen Täter Stephan B. werde zweifacher Mord und versuchter Mord in neun Fällen vorgeworfen, sagte Frank am Donnerstag in Karlsruhe.

Update 13:40 Uhr: Nach dem Anschlag in Halle sind die erschossenen Opfer identifiziert. Es handelt sich um eine 40 Jahre alte Frau aus Halle sowie einen 20 Jahre alten Mann aus Merseburg, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen erfuhr. Die Frau war am Mittwochmittag von dem schwer bewaffneten Täter vor der Synagoge erschossen worden, der Mann wenig später in einem nahen Dönerladen.

Auf seiner Flucht hatte der mutmaßliche Rechtsextremist auch zwei Menschen verletzt. Bei ihnen soll es sich nach dpa-Informationen um ein Ehepaar handeln, das im 15 Kilometer entfernten Landsberg ein Geschäft betreibt. Die 40 Jahre alte Frau und der 41 Jahre alte Mann werden mit Schussverletzungen im Krankenhaus behandelt.

Auch der Täter war verletzt und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Update 13:26 Uhr: Mitglieder der SPD Gera haben am Donnerstag Blumen an der ehemaligen Geraer Synagoge niedergelegt. Sie wollen damit ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen.

Update 13:25 Uhr: Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern zieht Vergleiche zum Attentat auf zwei Moscheen in Christchurch mit mehr als 50 Opfern. In beiden Fällen wollten die Täter die Angriffe live in sozialen Netzwerken veröffentlicht sehen.

Update 13:00 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat einen Tag nach dem Anschlag in Halle den Tatort besucht. Er trug am Donnerstag einen Kranz zu der Synagoge. Steinmeier kam in Begleitung von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU).

Update 12:10 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer besucht ab 13:30 Uhr die Synagoge in Halle. Dort ist laut Berichten der ARD ein Zusammentreffen mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff, Landesinnenminister Holger Stahlknecht und dem Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, geplant. Zudem wird es eine Pressekonferenz in der Polizeiinspektion Halle geben.

Update 11:45 Uhr: Der Thüringer Landesrabbiner Alexander Nachama hat bessere Sicherheitsvorkehrungen für das Gotteshaus in Erfurt ins Spiel gebracht. Zwar seien auch an der Synagoge in der Landeshauptstadt bereits Kameras installiert. „Wir müssen aber insgesamt überdenken, ob die Sicherheitsvorrichtungen so ausreichen“, sagte Nachama.

Update 11:20 Uhr: Die Polizei ist nach Angaben von Innenminister Georg Maier (SPD) auch einen Tag nach dem Anschlag in Halle verstärkt an Synagogen und jüdischen Friedhöfen in Thüringen im Einsatz. „Es ist wichtig, die Einrichtungen der jüdischen Gemeinde zu schützen“, sagte Maier am Donnerstag in Erfurt. Es gehe auch darum, möglichen Trittbrettfahrern keine Chance zu geben.

Update 11:15 Uhr: Die Wohnung des mutmaßlichen Täters ist durchsucht worden. Dabei seien Beweismittel sichergestellt worden, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Donnerstagmorgen. Von der Durchsuchung in Benndorf bei Eisleben hatte zuvor der MDR Sachsen-Anhalt berichtet. Dort soll der Mann mit seiner Mutter gelebt haben. Der mutmaßliche Täter war zuvor offenbar nicht als Rechtsextremer aufgefallen. Geprüft werde, ob es Mittäter gegeben habe.

Update 11:00 Uhr: Eine von der AfD-Fraktion beantragte Sondersitzung des Thüringer Landtags ist am Donnerstag nach kurzer Debatte abgebrochen worden. Die Regierungskoalition von Linke, SPD und Grüne verweigerte der AfD-Fraktion die dafür nötige Fristverkürzung. Die Fraktionsvorsitzende der Linken, Susanne Hennig-Wellsow, begründete das mit dem Mordanschlag am Mittwoch in Halle. Der AfD solle einen Tag nach diesem schrecklichen Ereignis kein Raum gegeben werden, sich als Opfer des Verfassungsschutzes darzustellen.

Das Thüringer Parlament gedachte zu Beginn seiner Sitzung der Opfer des Anschlags im Nachbarland Sachsen-Anhalt.

Schlagabtausch im Thüringer Landtag: Linke greift AfD scharf an

Update 10:09 Uhr: Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) macht die AfD sowie Thüringens Landeschef Björn Höcke mitverantwortlich für den antisemitischen und offenbar rechtsextremistischen Terrorakt von Halle. "Höcke trägt eine moralische Mitverantwortung für den Terroranschlag von Halle", sagte Maier auf Anfrage unserer Zeitung am Rande einer Sondersitzung im Thüringer Landtag. "Höcke sät genau den Ungeist, der zu dem Terrorakt von Halle geführt hat", so Maier.

Innenminister Maier zu Halle: „Höcke trägt moralische Mitverantwortung“

Update 05:35 Uhr: Die Polizei in Thüringen hat nach dem schwer bewaffneten Angriff in Halle/Saale mit der intensiven Sicherung jüdischer Einrichtungen im Freistaat begonnen. Zudem waren am Mittwoch entlang der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt, aber auch auf den Autobahnen durch Thüringen, verstärkt Polizeifahrzeuge und Beamte im Einsatz.

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Update 19.27 Uhr: Die bewaffneten Angriffe in Halle haben nach Angaben von Bundesinnenminister Horst Seehofer sehr wahrscheinlich ein rechtsextremistisches Motiv. "Nach Einschätzung des Generalbundesanwalts gibt es ausreichend Anhaltspunkte für einen möglichen rechtsextremistischen Hintergrund", teilte der CSU-Politiker am Mittwochabend in Berlin mit. Die aktuelle Erkenntnislage erlaube es aber noch nicht, die Tat abschließend einzuordnen.

Bei den Angriffen auf eine Synagoge und "an weiteren Orten im Raum Halle" sind nach Angaben des Innenministeriums zwei Menschen getötet und mehrere Menschen verletzt worden. "Nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse müssen wir davon ausgehen, dass es sich zumindest um einen antisemitischen Angriff handelt", sagte Seehofer. "Der höchste jüdische Feiertag Jom Kippur ist heute ein schwarzer Tag. Ein schwer bewaffneter Täter hat versucht, in eine Synagoge einzudringen, in der sich rund 80 Menschen aufhielten."

Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich nach dpa-Informationen um den 27 Jahre alten Stephan B. handeln. Der Mann war den Behörden ersten Informationen zufolge bisher nicht als Teil der rechtsextremen Szene in Sachsen-Anhalt aufgefallen.

Seehofer erklärte weiter, er sei über diesen abscheulichen Angriff zutiefst bestürzt und verurteile ihn auf das Schärfste. "Ich denke an die Opfer und Ihre Familien und wünsche den Verletzten eine schnelle und vollständige Genesung", sagte der Minister.

Er will am morgigen Donnerstag gemeinsam mit dem Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, nach Halle an der Saale reisen. Über den Stand der Ermittlungen werden die Behörden in Sachsen-Anhalt Seehofer zufolge an diesem Donnerstag informieren.

Update 19.05 Uhr: Der mutmaßliche Täter der Angriffe in Halle/Saale soll in den sozialen Netzwerken ein Bekennervideo hochgeladen haben. In dem am Mittwoch verbreiteten Video ist zu sehen, wie offensichtlich in der Innenstadt von Halle geschossen wird. Unter anderem zeigt das Video, wie in einem Döner-Imbiss auf einen Mann geschossen wird. Die Aufnahmen stammen wohl von einer an einem Helm befestigten Kamera.

Außerdem ist zu sehen, wie ein junger Mann in Kampfanzug mit weißem Halstuch in einem Auto sitzt. Der Mann gibt in vermutlich nicht muttersprachlichem Englisch extrem antisemitische Äußerungen von sich. In dem Video sind auch Szenen am jüdischen Friedhof von Halle zu sehen.

Update 19 Uhr: Thüringer Sicherheitsbehörden können eine Spur nach Thüringen nicht bestätigen.

Update 18.41 Uhr: Zum Gedenken an die Opfer von Halle wird der Deutsche Fußball-Bund vor dem Länderspiel am Mittwochabend gegen Argentinien in Dortmund eine Schweigeminute abhalten. Der DFB bestätigte eine entsprechende Meldung der "Bild".

Update 18.37 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen in Halle/Saale deutet nach Informationen aus Sicherheitskreisen alles auf einen Einzeltäter hin. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwochabend. Zuerst hatte "Bild.de" darüber berichtet.

Update 18.26 Uhr: Die Polizei in Halle hat ihre Warnung vor einer akuten Gefährdungslage für die Bevölkerung aufgehoben. "Sie können wieder auf die Straße, die Warnungen sind aufgehoben", twitterte die Polizei am Mittwochabend. Die Gefährdungslage werde nicht mehr als akut eingestuft.

Update 18.15 Uhr: Es sind erste Details zum Täter bekannt geworden. Nach Informationen von "Spiegel-Online" soll der mutmaßliche Täter der 27-jährigen Stephan B. aus Sachsen-Anhalt sein.

Update 18.08 Uhr: Die Sperrung des Hauptbahnhofs Halle ist aufgehoben worden. Die Züge im Fern- und Regionalverkehr fahren den Bahnhof seit kurz nach halb sechs wieder an, wie eine Bahnsprecherin sagte. Der Knotenpunkt war am frühen Nachmittag nach den den tödlichen Schüssen vor einer Synagoge in Halle gesperrt worden. Reisende müssten aber noch bis in den späten Abend hinein mit Verzögerungen rechnen, sagte die Bahnsprecherin. Es dauere immer eine Zeit, bis sich der Verkehr normalisiere.

Update 18.04 Uhr: Laut übereinstimmenden Medienberichten ist der Festgenommene ein Deutscher. Das berichten unter anderem die „Tagesschau“, die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und die „Leipziger Volkszeitung“.

Update 17.43 Uhr: Bei dem Angriff in Halle/Saale legte ein Täter auch selbstgebastelte Sprengsätze vor der Synagoge ab. Der Täter habe versucht, in die Synagoge einzudringen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Sicherheitskreisen.

Update 17.41 Uhr: Bei den beiden Verletzten, die nach den Schüssen in Halle im Universitätsklinikum behandelt werden, handelt es sich um einen Mann und um eine Frau. "Sie hatten beide Schussverletzungen", sagte Sprecher Jens Müller der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in Halle. Zum Alter, zur Identität und Nationalität der Patienten könne er keine Angaben machen. Sie seien operiert worden, sagte er. Mehr sei bisher nicht bekannt.

Update 17.40 Uhr: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) erklärte auf Twitter, "wir trauern um die Toten und fühlen mit den Angehörigen und Freunden". Ähnlich äußerte sich der Fraktionschef der Grünen, Dirk Adams. "Die Taten sind schrecklich und machen fassungslos", so Adams. AfD-Chef Björn Höcke twitterte, "meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer dieses völlig wahnhaften Verbrechens. Was sind das nur für Menschen, die anderen Menschen so etwas antun?!"

Update 17.07 Uhr: Die deutschen TV-Sender haben wegen der Vorfälle in Halle/Saale und Landsberg ihre Programme angepasst. ARD-Programmdirektor Volker Herres kündigte für den Abend in der ARD einen Doppel-„Brennpunkt (20.15 Uhr bis 20.45 Uhr) an, in dem es um zum einen die Schießereien und zum anderen um die türkische Offensive in Syrien gehen soll. RTL bat indes die Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft um Geduld: Für eine Sondersendung von „RTL Aktuell“ zu den Vorfällen in Halle/Saale und Landsberg wurde der Start der Übertragung des DFB-Länderspiels gegen Argentinien um 10 Minuten nach hinten verschoben – auf 20.25 Uhr. Die ProSieben-Entertainer Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf teilten über ein Video auf Twitter mit, dass sie auf ihre 15-Minuten-Live-Sendezeit um 20.15 Uhr, die sie am Vortag in einer Show gegen ProSieben gewonnen hatten, verzichten werden und begründeten das mit dem Angriff von Halle. Heufer-Umlauf sagte in dem Video: "Da hat heute etwas stattgefunden, was uns zumindest das Gefühl nimmt, heute Abend um Viertel nach acht hier groß inszenierten Blödsinn aufzuführen."

Update 16.59 Uhr: Ein schwer bewaffneter Täter hat nach Angaben des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Halle, Max Privorozki, die Synagoge direkt angegriffen. "Wir haben über die Kamera unserer Synagoge gesehen, dass ein schwer bewaffneter Täter mit Stahlhelm und Gewehr versucht hat, unsere Türen aufzuschießen", sagte Privorozki der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". "Aber unsere Türen haben gehalten." Außerdem hätten der oder die Täter versucht, das Tor des benachbarten jüdischen Friedhofs aufzuschießen, sagte Privorozki. In der Synagoge habe die Gemeinde den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur gefeiert. Die Menschen seien geschockt gewesen. Vor der Tür habe ein Todesopfer des Angreifers gelegen. "Wir haben die Türen von innen verbarrikadiert und auf die Polizei gewartet."

Update 16.32 Uhr: Offenbar steht das etwa 15 Kilometer entfernte Landsberg (Saalekreis) im Fokus der Polizei. Die Zufahrt zu dem Ortsteil Wiedersdorf war am Mittwoch abgesperrt. Zuvor waren auch in der Ortschaft Schüsse gefallen, wie eine Sprecherin der Polizei Halle der dpa bestätigte. Zu den näheren Umständen des Vorfalls in dem Ort östlich von Halle wollte sie zunächst nichts sagen. Mehrere Mannschaftswagen der Polizei, darunter auch Fahrzeuge aus Sachsen, waren vor Ort. Auch zwei Krankenwagen waren zu sehen. Am Mittwochnachmittag gegen 16 Uhr landetet auf einem Feld bei Wiedersdorf nach Angaben eines dpa-Reporters zudem ein Hubschrauber der Bundespolizei. Angaben zu den Hintergründen machte die Polizei nicht. Sie verwies auf die Zuständigkeit der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe, die die Ermittlungen übernommen hat.

Update 16.27 Uhr: Die Polizei hat Berichte dementiert, wonach sich ein Verdächtiger im Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen von Halle im Leipziger Stadtgebiet aufhalten soll. Dazu gebe es vorerst keine Erkenntnisse, sagte ein Sprecher der Polizei in Leipzig am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Wir sind alle in höchster Alarmbereitschaft." Eine Gefahrenlage gebe es derzeit aber nicht in der Stadt. Die Polizei hat ein Bürgertelefon geschaltet.

Update 16.14 Uhr: Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht hat sich nach den tödlichen Schüssen in Halle betroffen gezeigt. "Es ist schwer in Worte zu fassen, was heute in Halle passiert ist und passiert", erklärte der CDU-Politiker am Nachmittag in Magdeburg. Er sei tief betroffen und erschüttert, wozu Menschen fähig seien, egal, was sie dazu bewegt habe. Stahlknecht sprach den Angehörigen der beiden Opfer sein Mitgefühl aus. Zugleich dankte er den Einsatzkräften für das entschlossene Handeln. Die Nachricht über die Tat erreichte Stahlknecht im Urlaub. Er brach ihn ab und traf am Nachmittag wieder in Magdeburg ein.

Update 16.16 Uhr: Die Bundespolizei verstärkt ihre Kontrollen an Bahnhöfen und Flughäfen in Mitteldeutschland. Das gelte auch für die Verkehrswege nach Polen und Tschechien, teilte die Bundespolizei Mitteldeutschland am Mittwochnachmittag via Twitter mit. Sie unterstütze außerdem die Polizei in Halle/Saale vor Ort.

Update 15.52 Uhr: Der gesamte Linienverkehr in Halle/Saale ist eingestellt worden. Das teilten die Stadtwerke mit. Straßenbahnen und Busse der Halleschen Verkehrs-AG fuhren somit nicht mehr.

Update 15.51 Uhr: Im Universitätsklinikum Halle werden nach den tödlichen Schüssen zwei Verletzte behandelt. "Ein Patient hat Schussverletzungen, er wird gerade operiert", sagte Klinikumssprecher Jens Müller der Deutschen Presse-Agentur in Halle. Zur Identität der Verletzten konnte er zunächst keine Angaben machen, auch nicht dazu, ob es sich um Männer oder Frauen handelt. Das Universitätsklinikum habe angesichts der unklaren Lage in der Stadt vorsorglich die Notaufnahme personell verstärkt. Drei Operationssäle stehen zudem zur Verfügung, wie der Sprecher sagte.

Update 15.48 Uhr: Die tödlichen Schüsse von Halle haben zum Teil erhebliche Auswirkungen auf den Zugverkehr der Deutschen Bahn. Weil der Bahnhof in Halle wegen polizeilicher Ermittlungen gesperrt wurde, müssen Fahrgäste mit Umleitungen, Verspätungen und Ausfällen rechnen, teilte die Deutschen Bahn am Mittwoch in Leipzig mit. Fernzüge, die üblicherweise in Halle Station machen, werden über Leipzig umgeleitet. Das betreffe unter anderem die Strecken München-Berlin und Hamburg-München.

Einschränkungen gebe es auch im S-Bahn-Netz, so die Bahn. Die Züge von Leipzig aus fahren zum Beispiel nur noch bis Schkeuditz oder Flughafen Leipzig-Halle. Ersatz durch Busse könne wegen der kurzfristigen Sperrung nicht gewährleistet werden. Die Bahn empfiehlt den Reisenden, sich vor der Fahrt zu informieren.

Update 15.25 Uhr: Ein Polizeisprecher sagte dem "Spiegel", ein Mann sei in einem Imbiss getötet worden. Das andere Opfer in der Nähe der Synagoge sei eine Frau.

Update 15.18 Uhr: Die Menschen im gesamten Stadtgebiet sollen in Sicherheit in Gebäuden bleiben. Das sagte ein Stadtsprecher der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Update 15.12 Uhr: Wie die "MZ" berichtet, sollen Eltern ihre Kinder derzeit nicht aus den Kitas abholen. So werde eine Kita im Lutherviertel von der Polizei bewacht.

Update 15.09 Uhr: Zum Zeitpunkt der tödlichen Schüsse nahe der Synagoge in Halle/Saale war das jüdische Gotteshaus voll besetzt. Das sagte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Halle, Max Privorotzki dem "Spiegel".

Update 15.08 Uhr: Die Schießerei in Halle hat zur Stunde auch Auswirkungen auf die gesamte Nordthüringer Polizei: „Alle Kollegen sind alle auf Stand-bye“, erklärte Polizeisprecherin Fränze Töpfer am Nachmittag die vor Ort erhöhte Alarmbereitschaft und die verlängerte Dienstzeit. Zudem seien in Nordhausen die Schutzmaßnahmen erhöht worden: Gebäude, die im Zusammenhang mit dem jüdischen Glauben stehen, würden unter gesonderter Beobachtung stehen, erklärte sie.

Die Vorsichtsmaßnahmen erstreckten sich zudem auf die A 38. So seien Beamte der Landespolizeiinspektion in Kontrollen der Autobahnpolizei involviert. Aus Fahrtrichtung Halle werden alle Pkw über den Rastplatz Kesselberg geleitet und Sichtkontrollen unterzogen, so Töpfer weiter.

Update 15.02 Uhr: Nach der tödlichen Schießerei am zeitigen Mittwochnachmittag in Halle ist auch die Thüringer Polizei verstärkt im Einsatz. Die Beamten unterstützen die Fahndungsmaßnahmen der Polizei in Sachsen-Anhalt, bestätigte eine Sprecherin der Landespolizeidirektion in Erfurt dieser Zeitung.Insbesondere würden die Verkehrswege aus Richtung Halle nach Thüringen und Orte in der Nähe der sachsen-anhaltinischen Landesgrenze verstärkt überwacht. Dazu stehe die Thüringer Polizei im engen Kontakt mit ihren Kollegen in Halle und Sachsen-Anhalt. In Thüringen selber werden beispielsweise jüdische Einrichtungen intensiver von der Polizei intensiver bestreift. So sichern die neue Synagoge in Erfurt derzeit Beamte mit Maschinenpistolen. Am heutigen Mittwoch findet mit dem Jom Kippur genannten Versöhnungstag der höchste jüdische Feiertag statt.

Es kommt weiterhin zu Behinderungen im ICE-Verkehr über Halle, davon auch betroffen der ICE-Verkehr von Erfurt nach Berlin und in der Gegenrichtung, weil die Züge in Halle nicht halten dürfen. Sie werden über Leipzig umgeleitet, teilt die Bahn am zeitigen Mittwochnachmittag auf ihrer Fahrplanauskunft mit.

Update 15 Uhr: Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. Das teilte die Behörde am Mittwoch in Karlsruhe auf Anfrage mit.

Update 14.56 Uhr: Auf den Autobahnausfahrten rund um Halle haben Polizeiposten Stellung bezogen. Ein Sondereinsatzkommando und Dutzende Streifenwagen waren gegen 13.40 Uhr von Halle in Richtung Süden unterwegs.

Update 14.48 Uhr: Die Thüringer Polizei hat nach den tödlichen Schüssen in Halle/Saale vor Spekulationen im Internet gewarnt. "Wir bitte euch, Spekulationen in Netz zu unterlassen. Alle Hinweise direkt an die 110", twitterte die Thüringer Polizei am Mittwoch. Zudem forderte sie dazu auf, in Halle die Ansagen der Polizei zu beachten. Ähnlich äußerte sich die sächsische Polizei auf Twitter.

Update 14.45 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen in Halle hat die Leipziger Polizei ihre Kräfte vor der Synagoge der benachbarten Stadt verschärft. Einer dpa-Reporterin zufolge stehen etwa fünf Polizisten vor dem Gebäude in der Innenstadt, davon sind mit Maschinenpistolen bewaffnet.

Update 14.10 Uhr: Auch in Landsberg, rund 15 Kilometer von Halle entfernt, gab es Schüsse, bestätigte eine Polizeisprecherin in Halle. Zu den näheren Umständen des Vorfalls in dem Ort wollte sie zunächst nichts sagen.

Update 14.03 Uhr: Behinderungen im ICE-Verkehr über Halle/Saale: Wegen Polizeimaßnahmen am Bahnhof von Halle halten ICE-Züge von Erfurt nach Berlin und in der Gegenrichtung nicht am dortigen Bahnhof. Sie werden über Leipzig umgeleitet, teilt die Bahn am zeitigen Mittwochnachmittag per Fahrplanauskunft mit.

Update 13.48 Uhr: Polizei vermeldet erste Festnahme, rät aber weiterhin zur Vorsicht.

Update 13.35 Uhr: Derzeit ist der Bahnhof in Halle gesperrt. Es kommt zu Verspätungen im Zugverkehr.

Update 13.30 Uhr: Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, dass die Warn-App „Katwarn“ von einer weiteren Schießerei in Landsberg warnt.

Update 13.26 Uhr: Die mutmaßlichen Täter seien mit einem Auto geflüchtet. Die Polizei in Halle rät allen, in der Wohnung zu bleiben oder einen sicheren Ort aufzusuchen. Mit einem Großaufgebot ist man derzeit in der Innenstadt von Halle unterwegs und fahndet nach den Tätern mit Hochdruck.

Update 13.20 Uhr: Augenzeugen in Halle berichteten von einem Täter, der einen Kampfanzug und eine Maschinenpistole getragen haben soll. Demnach soll es auch eine Explosion auf einem Friedhof gegeben haben. Unbestätigten Medienberichten zufolge soll sich der Vorfall in der Nähe einer Synagoge zugetragen haben. Die Gegend im Paulusviertel in Halle wurde großräumig abgesperrt.

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