Skurriler Streit um Sandhaufen auf Gelände vom „SonneMondSterne“-Festival

Saalburg  Um den Sand auf dem Gelände des „SonneMondSterne“-Festivals in Saalburg gibt es Streit. Zwei Firmen behaupten, Eigentümer eines derzeit aufgetürmten Sandberges zu sein.

Dieser Sandberg ist derzeit Anlass für Streit.

Dieser Sandberg ist derzeit Anlass für Streit.

Foto: Peter Hagen

Es gibt Streit um den großen Sandberg am Strand des Saalburger Wetteraweges. Nachdem vorige Woche nach Rücksprache mit dem Unternehmen Seekers Event berichtet worden war, dass sich Bürger an dem zur Abfuhr vorgesehenen Sand für den Eigenbedarf bedienen dürfen, erklärte die Firma Hagner Industrieservice Baustoffrecycling aus Röppisch, der rechtmäßige Eigentümer zu sein und warnt vor einer „illegalen Abfallverbringung“.

Rico Tietze, Geschäftsführer von Seekers Event, der als Veranstalter des „SonneMondSterne“-Festivals den Sandstrand angelegt hatte und in diesem Jahr auf Veranlassung des Talsperreneigentümers Vattenfall einen Teil zurückbauen musste, hatte auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt, der Eigentümer des Sandberges zu sein. Zudem hatte er freigegeben, dass sich interessierte Bürger an dem zur Abfuhr vorgesehenen Sandberg für den Eigenbedarf kostenfrei bedienen können.

Beim Abholen fotografiert

Bürger berichteten dann, dass sie am Wochenende durch Bernd Hagner dabei fotografiert worden waren, als sie Sand abholten. Zudem habe es merkwürdige Kommentare gegeben. Unsere Zeitung fragte daraufhin erneut bei Rico Tietze nach, worauf abermals unmissverständlich erklärt worden ist, dass er der Eigentümer sei. „Erst wenn der Sand sich auf der ­Ladefläche von Lkw befindet, gehört er der Firma Hagner“, sagte Tietze.

Bernd Hagner allerdings widerspricht. Das zum Abholen beschriebene Material befinde sich nicht mehr im Besitz der Firma Seekers Event, sondern sei „ins Eigentum der Firma Hagner Industrieservice Baustoffrecycling als Entsorger übergegangen. Der Eigentumsübergang ist mit der Auftragserteilung und deren Bezahlung der Komplettleistung erfolgt.“ Zudem handele es bei dem Material laut Hagner um „Abfall im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes“, der „überwachungsbedürftig“ sei und „ausschließlich von einem zugelassenen Entsorger entsorgt werden“ dürfe. Das Material enthalte einen erhöhten Wert an Konzentration des gesamten organisch gebundenen Kohlenstoffs.

Ein Teil des Saalburger Sandstrandes bleibt erhalten