Sondershäuser Stadtverwaltung hofft auf Förderung bei Göldner-Sanierung

Sondershausen  Das Sondershäuser Sportzentrum ist in die Jahre gekommen und soll mit Mitteln aus dem Fonds „Nationale Projekte des Städtebaus“ saniert werden.

Steffen-Claudio Lemme informierte sich bei Joachim Kreyer und Thomas Rießland (von links) über den Sanierungsbedarf im Göldner-Stadion. Foto: Dirk Bernkopf

Steffen-Claudio Lemme informierte sich bei Joachim Kreyer und Thomas Rießland (von links) über den Sanierungsbedarf im Göldner-Stadion. Foto: Dirk Bernkopf

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Der Bundestagsabgeordnete Steffen-Claudio Lemme (SPD) informiert sich gern persönlich vor Ort über Projekte, für die er sich einsetzt. So besuchte er am Mittwochnachmittag das Sportzentrum „Am Göldner“ in Sondershausen. Die Anlagen sollen saniert und barrierefrei umgebaut werden. Die Stadt Sondershausen hat dafür 4,4 Millionen Euro aus dem Bundesförderprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ beantragt. Kommunen in Haushaltsnotlage können laut Lemme mit 90 Prozent Förderung rechnen. Die Eigenmittel von 10 Prozent sind im Haushalt für dieses Jahr bereits eingestellt.

Die Stadt war zuletzt bei einem Förderprogramm zur Sanierung von Sportstätten nicht berücksichtigt worden. Immer wieder war der schlechte Zustand des Stadions und seiner Nebenanlagen Thema im Stadtrat und in den Ausschusssitzungen.

„Wenn hier nichts getan wird, dann bricht nicht nur der Fußball zusammen“, sagte Geralf Kuchmann, Vorsitzender des BSV Eintracht Sondershausen. An den einstigen Vorzeige-Sportanlagen – allein der Rasenplatz hat knapp 2000 überdachte Tribünenplätze – blättert an vielen Ecken der Lack ab.

„Das Wichtigste ist aber die Sanierung des Kunstrasenplatzes“, hob Thomas Rießland, in der Stadtverwaltung verantwortlich für Sportanlagen und Bäder, hervor. Der Platz, 1996 gebaut, gehört mit seiner quarzsandverfüllten Fläche noch zur ersten Generation der Kunstrasen und ist total abgelaufen. Auch die sechs Tartanbahnen sind durchgelaufen, federn nicht mehr und sind eine Gefahr bei Feuchtigkeit.

Im Eingang zum Sozialgebäude hängen noch die Rekorde einstiger Leichtathletik-Stars wie Diskuswerfer Lars Riedel oder Kugelstoßer Ralf Barthels. Auch das Gebäude mit seinen Umkleideräumen und Toiletten ist sanierungsbedürftig.

Kommenden Montag wird in Berlin über die Vergabe der Fördermittel von einer Jury beraten. Bundespolitiker Lemme denkt, dass es nicht das letzte Bundesförderprogramm sein wird.