Temporärer Staudamm für den Mühlgraben in Sömmerda

Sömmerda  Unstrutwasser wird noch vor dem Thüringentag um die Baustelle Dreyse-Mühle geleitet. Flussbettberäumung läuft bis 21. Juni

In Reih und Glied stehen wehrhafte Säcke, zu einem trutzburgartigen Bollwerk formiert, im trockenen Flussbett des Sömmerdaer Mühlgrabens.

Foto: Jens König

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Gestern wurde damit begonnen, im Sömmerdaer Mühlgraben – einem Nebenarm der Unstrut – einen temporären Staudamm zu errichten. Kurz hinter dem Einlauf zur sogenannten Fischtreppe sollen große Sandsäcke dafür sorgen, dass das Wasser um die Baustelle Dreyse-Mühle geleitet wird und der Sömmerdaer Kanu-Club seine Wettkampfstätte wieder nutzen kann. Am 29. Juni soll auch das traditionelle Entenrennen des Rotary-Clubs auf dem Kanukanal über die Bühne gehen.

„Da sich die vorgesehene Bauzeit für die neue Turbine verlängert, wollen wir mit dem Staudamm für Wasser beim Kanu-Club sorgen“, erklärt Mühlenbetreiber und Geschäftsführer von Werner-Metall, Alexander Werner. Das fördere auch das Verständnis aller Beteiligten. Zum Jahresende soll die Baustelle beendet sein. Dann komme auch der Staudamm wieder weg. „Die ursprünglich zum Thüringentag geplante Begehung der Dreyse-Mühle muss leider entfallen“, bedauert Werner. Seinen Dank richtet er an die Untere Wasserbehörde für die schnelle Bearbeitung und Genehmigung zum Einbau des Staudammes.

Unterdessen wird der Mühlgraben an anderer Stelle im Auftrag der Stadt der verschlammte Mühlgraben beräumt. Bei den Arbeiten im Abschnitt Riedtorbrücke bis Freibad geht es um die Beräumung des im Flussbett abgelagerten Sediments sowie die Herstellung einer Mittelwasserrinne. Im Abschnitt Freibad bis Rohrhammerbrücke erfolgt eine oberflächige Müllbeseitigung. Die Arbeiten sollen bis voraussichtlich 21. Juni abgeschlossen sein. Ziel ist es, dass der Mühlgraben zum Thüringentag wieder mit Wasser versorgt ist, heißt es aus dem Sömmerdaer Rathaus.

Zwischen Rohrhammerbrücke und Dreyse-Mühle hat Alexander Werner das Areal beräumen lassen. Die vertiefte Mittelwasserrinne wird von Granitsteinen zum Ufer hin befestigt.

Mit dem geplanten Neubau des Schöpfwerkes am Einlauf des Mühlgrabens in die Unstrut nahe der B176 muss das Flussbett allerdings noch mal trocken gelegt werden.

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