Tödlicher Unfall: Frau bohrt sich Strohhalm ins Gehirn

Berlin  Eine Frau ist tot, weil ihr Strohhalm bei einem Sturz nicht nachgab und sich in ihr Hirn bohrte. Sind Mehrweghalme eine Gefahr?

Strohhalme aus Plastik werden immer häufiger verboten - die Alternativen bergen Gefahren.

Strohhalme aus Plastik werden immer häufiger verboten - die Alternativen bergen Gefahren.

Foto: imago/Janine Schmitz/photothek.net

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Es war ein dramatischer Unfall, ein falscher Schritt, der zum Tode führte: Eine 60 Jahre alte Britin stürzte auf ihren Trinkbecher – der Strohhalm darin bohrte sich durch ihr Auge in ihr Gehirn. Das Gefäß hatte einen Deckel, der Trinkhalm konnte sich nicht wegbiegen. Auch, weil er aus Metall war.

Ihre Partnerin fand sie auf dem Boden liegend und röchelnd, sofort alarmierte sie den Notarzt. Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Kampf um ihr Leben verlief erfolglos.

Bei der 60-Jährigen handelt es sich laut „New York Times“ um eine ehemalige Reiterin, die ihre Karriere als Jockey aber aus gesundheitlichen Gründen beenden musste. Wegen eines Rückenleidens war sie behindert. Das Unglück geschah bereits im November in England, wurde aber jetzt erst bekannt. Und führt zur Frage: Sind wiederverwendbare Strohhalme eine Gefahr?

Tot wegen Mehrwegstrohhalm – wie gefährlich ist der Trend?

Abwaschbare und lange nutzbare Trinkhalme sind derzeit gefragt, ein Schritt im Kampf gegen die Plastikmengen, die die Weltbevölkerung täglich erzeugt. Langfristig sollen Einweg-Plastikprodukte immer weniger genutzt werden, in vielen Branchen wird nach umweltfreundlichen Alternativen gesucht.

Starbucks hat angekündigt, Plastik-Strohhalme bis 2020 aus den Geschäften zu verbannen, England plant bis April nächsten Jahres die Abschaffung. Auch auf EU-Ebene wird darüber diskutiert.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.