Um Bonifatiuskirche in Sömmerda wird ein ganzes Dorf aufgebaut

Sömmerda  Thüringentag 2019 Programm an den Uferterrassen sowie in der Kirche St. Franziskus und Kreuzkapelle

Auch bei Pfarrerin Inga Mergner steigt kurz vor dem Thüringentag die Aufregung. Auf die Frage, auf welches Ereignis sie sich am meisten freut, antwortet sie prompt: „Den ökumenischen Gottesdienst am Sonntag um 10 Uhr auf dem Markt in Sömmerda.“ Eine ökumenische Andacht auf der Bühne habe ich noch nie erlebt. „Das wird eine ganz neue Erfahrung“, ist sie überzeugt und schiebt hinterher, dass für das besondere Erlebnis auch 60 beteiligte Kinder sorgen werden.

Gespannt ist die Pfarrerin beim „Markt der Möglichkeiten“ auf viele interessante Gespräche. Die Zelte dafür werden im Kirchendorf aufgeschlagen, das am gesamten Thüringentag-Wochenende rund um die Bonifatiuskirche unter dem Motto „Kirche findet Stadt“ Gäste zum Verweilen einladen will. Gelegenheit gibt es dort, sich an Ständen zu informieren und mit den Akteuren ins Gespräch zu kommen. Ein Bibelmobil mit Druckerpresse wird dort genauso Station machen wie eine Reformationsausstellung. Mit dabei ist die Finneck-Schule „Maria Martha“ Sömmerda, die Baptisten Sömmerda und die evangelische Regionalgemeinde Sömmerda mit verschiedenen Kinderangeboten – und viele weitere Akteure. Auch eine kleine Bühne wird es dort geben, auf der am Samstag neben der Gothaer Band „place 2 remember“ ein Drehorgelspieler und der Posaunenchor Schlossvippach zu hören sein werden. Ab 17 Uhr sind Gäste dort aufgerufen, selbst mitzusingen, wenn Kantor i.R. Steffen zum offenen Volksliedersingen einlädt.

Überwältigt ist Inga Mergner vom großen Engagement der Kirchgemeinden. Als Beispiel nennt sie den Aufruf, das Kirchencafé mit selbst gebackenem Kuchen zu bestücken. „Wir bekommen 160 Kuchen. Die Bäcker stammen dabei längst nicht nur aus Sömmerda. Kuchenspenden wurden unter anderen aus Weißensee, Straußfurt und Kölleda zugesagt. Die vielen ehrenamtlichen Helfer sind bemerkenswert“, sagt sie und verweist auch auf den Umzug, bei dem die Kirche mit sieben Bildern vertreten sein wird. Sambatrommeln, Capoeiratänzer, die Schüler der Evangelischen Grundschule oder die Sternsinger werden die Blicke auf sich ziehen.

Gelegenheit gibt es zum Thüringentag auch, den Turm der Bonifatiuskirche zu besteigen.

Wer leisere Klänge bevorzugt, ist in die Franziskuskirche eingeladen. Kultur gibt es dort am laufenden Band. Beginnend mit einem Konzert unter dem Motto „Farbenfroh“ des christlichen Songwriters Daniel Chmell am Freitagabend um 19 Uhr, gibt es am Samstag das gesamte Spektrum christlich-musisch-kultureller Bandbreite zu genießen.

Wer noch leisere Töne sucht, dem empfiehlt die Pfarrerin den „Ort der Stille“ in der Kreuzkapelle in der Thälmannstraße 65. Neben zwei Ausstellungen und der Möglichkeit zu Ruhe und Gebet wird es dort auch Andachten geben.

Ein Jahr haben die Mitglieder des Arbeitskreises Ökumene – ein Kreis aus 20 Männer und Frauen aus Sömmerda und Umgebung – an dem Programm gestrickt. Unterstützung gab es von René Thumser, dem Referent für landeskirchliche Großprojekte im Gemeindedienst der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland.

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